EU-Gipfel - Salvini: „Jetzt warten wir auf konkrete Taten“

Rom/Brüssel (APA) - Nach der Einigung der EU-Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel auf eine Verschärfung der Asyl- und Migrationspoliti...

Rom/Brüssel (APA) - Nach der Einigung der EU-Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel auf eine Verschärfung der Asyl- und Migrationspolitik zeigt sich der italienische Innenminister Matteo Salvini skeptisch. „Ich traue den Worten nicht, jetzt warten wir auf konkrete Taten“, sagte der Chef der rechten Lega.

„Bisher war es immer so. Alle sagen: ‚Es lebe Italien‘, aber dann zahlt Italien allein“, so Salvini im Interview mit dem italienischen Radiosender Radio Capital am Freitag, und er fügte hinzu: „Wir wollen sehen, welche Gelder und welche Kräfte zur Verfügung gestellt werden. Das wesentliche Prinzip muss der Schutz der EU-Außengrenzen sein, Italien nicht allein lassen und konkret in Afrika investieren“.

Der Chef der rechten Lega bekräftigte, dass Italien NGO-Schiffen nicht mehr die Einfahrt in seine Häfen erlauben wird. „NGOs werden Italien nur noch auf Postkarten sehen“, sagte Salvini.

Der Innenminister bemängelte, dass zwei Schiffe der spanischen Organisation „Pro activa Open Arms“ sich vor der libyschen Küste befinden. „Die NGOs sollen veröffentlichen, von wem sie finanziert werden. Sie beschuldigen mich, ein Rassist und ein Faschist zu sein, doch sie sind Komplizen der Schlepper, wie auch die italienische und die libysche Marine festgestellt haben“, forderte Salvini.