Europas Leitbörsen im Frühhandel klar fester

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitag klar fester gezeigt. Auch die Vorgaben aus Asien waren zuvor mehrhe...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitag klar fester gezeigt. Auch die Vorgaben aus Asien waren zuvor mehrheitlich positiv ausgefallen. Insbesondere die Leitindizes in Shanghai und Hongkong konnten Gewinne verzeichnen.

Stabilität an den Finanzmärkten brachte die Einigung der EU-Staats- und Regierungschefs bei einem Gipfeltreffen in Brüssel. Die Regierungschefs konnten sich am Freitagmorgen nach zähen Verhandlungen auf eine Verschärfung der europäischen Asylpolitik einigen. Es ist allerdings noch offen, ob mit den Beschlüssen auch der Koalitionsstreit und die Regierungskrise in Deutschland beigelegt werden kann.

Bei den Konjunkturdaten stehen einige Zahlenveröffentlichungen auf dem Programm: Unter anderem wird am Vormittag in der Eurozone eine Schnellschätzung zu den Verbraucherpreisen für Juni veröffentlicht. Am Nachmittag in den USA steht der PCE-Deflator und auch der Chicago PMI auf dem Programm.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.30 Uhr mit plus 1,41 Prozent oder 47,54 Punkte bei 3.413,06 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 1,48 Prozent oder 180,19 Zähler auf 12.357,42 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 1,14 Prozent oder 87,18 Einheiten auf 7.702,81 Punkte.

Im Leitindex der Eurozone gab es am Vormittag keine Verlierer, klar zulegen konnten unterdessen Bankwerte. So gewannen Papiere der Deutschen Bank 2,39 Prozent sowie BBVA und Intesa SanPaolo jeweils etwas mehr als 2 Prozent. Bei ING Groep, Santander und Societe Generale reichte es jeweils zu einem Plus von mehr als eineinhalb Prozent.

In London verteuerten sich Aktien des Rüstungsunternehmens BAE Systems um 2,86 Prozent. Zuletzt wurde bekannt, dass das Unternehmen neun Schiffe für die australische Marine herstellen soll. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von 35 Mrd. australischen Dollar. Produktionsbeginn ist im Jahr 2020.

Ebenfalls im Plus zeigten sich im Londoner „Footsie“ die Papiere des Chipherstellers Micro Focus. Sie führten mit mehr als 5 Prozent Plus die Gewinnerliste an.

Im weit gefassten Euro-Stoxx-Index fielen Aktien des belgisch-holländischen Pharmakonzerns Galapagos auf. Sie stürzten am Freitagvormittag um mehr als 9 Prozent ab. Zuletzt wurde bekannt, dass der Konzern die Zusammenarbeit mit dem US-Pharmakonzern Abbvie überdenken will.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA182 2018-06-29/10:44