Prunk und Pracht: Königsbau der Münchner Residenz öffnet wieder

München (APA/dpa) - Gold und Silber, Samt und Kostbarkeiten: Der Königsbau der Residenz in München erstrahlt in neuem Glanz. Nach zehnjährig...

München (APA/dpa) - Gold und Silber, Samt und Kostbarkeiten: Der Königsbau der Residenz in München erstrahlt in neuem Glanz. Nach zehnjähriger Renovierung sind die Prunkräume mit den berühmten Nibelungensälen, den königlichen Apartments und dem Residenzmuseum wieder für Besucher geöffnet. Im Zuge der Sanierung wurden unter anderem die Technik erneuert, die Fassade saniert und wertvolle Wandfresken restauriert.

Zudem hat das Residenzmuseum neue Räume: Auf vier Etagen präsentiert die Sammlung nun Schätze aus den Silber- und Porzellankammern der Wittelsbacher sowie kostbare Miniaturen. Herzstück der Restaurierung waren die Arbeiten an den Wandfresken der Nibelungensäle, die Szenen aus dem hochmittelalterlichen Heldenepos zeigen. Auch die prächtig ausgestatteten königlichen Apartments wurden restauriert, ebenso wie der prachtvolle Thronsaal der Königin, dessen Wände mit Gold verziert sind.

Leo von Klenze hatte den klassizistischen Palast im Auftrag von König Ludwig I. zwischen 1826 und 1835 errichtet, als Anbau an das Stadtschloss. Laut Angaben der Schlösserverwaltung ist die Münchner Residenz die größte urbane Schlossanlage Deutschlands. Anfangs stand dort eine 1385 bescheidene Burg, die stetig ausgebaut wurde und sich zu einem wichtigen politischen und kulturellen Zentrum Bayerns entwickelte.