Trumps Kandidat für Vorsitz von Migrationsbehörde ausgeschieden

Genf (APA/AFP) - Die Mitgliedstaaten der Internationalen Organisation für Migration (IOM) haben den von US-Präsident Donald Trump nominierte...

Genf (APA/AFP) - Die Mitgliedstaaten der Internationalen Organisation für Migration (IOM) haben den von US-Präsident Donald Trump nominierten Kandidaten für das Amt des Generaldirektors abgelehnt. Ken Isaacs fiel nach drei Wahlgängen durch, wie ein AFP-Reporter berichtete. Der IOM-Vorsitz war seit der Gründung der Organisation 1951 fast ausschließlich in US-Hand.

Trumps Wunschkandidat war in der Vergangenheit mit islamfeindlichen Äußerungen und als Leugner des Klimawandels aufgefallen. Auch hatte die UNO Trumps Migrationspolitik wiederholt scharf kritisiert. Seine Regierung erließ etwa ein Einreiseverbot für Menschen aus mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern und verordnete, Kinder illegaler Migranten an der Grenze zu Mexiko ihren Eltern wegzunehmen.

Die IOM zählt 172 Mitgliedstaaten und hebt traditionell die Vorteile von Migranten für die aufnehmenden Länder hervor. Ihr derzeitiger Präsident ist seit zehn Jahren der Amerikaner William Lacy Swing.

Im vierten Wahlgang um seine Nachfolge stehen einander nun noch der portugiesische Politiker und ehemalige EU-Kommissar Antonio Vitorino und die derzeitige stellvertretende IOM-Chefin, die Costa-Ricanerin Laura Thompson, gegenüber.

~ WEB www.iom.int ~ APA447 2018-06-29/15:43