Tsipras: Keine Steuererhöhung für Kriseninseln in der Ägäis
Brüssel/Athen (APA/dpa) - Als Anerkennung ihrer Arbeit in der Flüchtlingskrise wird Griechenland die Inseln im Osten der Ägäis nicht wie gep...
Brüssel/Athen (APA/dpa) - Als Anerkennung ihrer Arbeit in der Flüchtlingskrise wird Griechenland die Inseln im Osten der Ägäis nicht wie geplant zum 1. Juli mit einem höheren Mehrwertsteuersatz belasten. Dies kündigte der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras am Freitag in Brüssel an.
„Es ist eine Anerkennung und ein Solidaritätszeichen für die Last, die diese fünf Inseln für ganz Europa tragen müssen“, sagte Tsipras. Er habe bereits den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und andere Gipfelteilnehmer darüber informiert. Diese hätten Verständnis dafür gezeigt, sagte Tsipras. Seine Pressekonferenz übertrug das griechische Staatsfernsehen (ERT).
Die Angleichung der Mehrwertsteuersätze an die der anderen Regionen des Landes war eine der Verpflichtungen, die Griechenland gegenüber seinen Geldgebern eingegangen war. Demnach sollte ab 1. Juli auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos die Mehrwertsteuer (Höchstsatz) von 17 Prozent auf 24 Prozent erhöht werden.
Die Ausnahme werde gelten, solange die Flüchtlingskrise andauere, teilte Tsipras mit. Auf diesen fünf Insel harren zurzeit mehr als 17.000 Migranten in völlig überfüllten Aufnahmelagern aus.
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