Staufener Missbrauchsfall - Acht Jahre Haft für Mann
Karlsruhe (APA/AFP) - Im Zusammenhang mit dem Staufener Missbrauchsfall hat das Landgericht Karlsruhe einen 44-jährigen Angeklagten aus Schl...
Karlsruhe (APA/AFP) - Im Zusammenhang mit dem Staufener Missbrauchsfall hat das Landgericht Karlsruhe einen 44-jährigen Angeklagten aus Schleswig-Holstein zu acht Jahren Haft verurteilt. Die Richter ordneten am Freitag zudem die anschließende Sicherungsverwahrung für den einschlägig vorbestraften Handwerker an.
Er war nach Überzeugung des Gerichts im Frühjahr dieses Jahres nach Karlsruhe gereist, um dort einen neunjährigen Buben zu vergewaltigen. Bei seiner Festnahme wurden Folterutensilien bei ihm gefunden.
Der Staufener Fall einer Mutter, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten den Sohn im Internet zum Missbrauch angeboten haben soll, sorgte für Entsetzen. Der nun Verurteilte soll beim Stiefvater des Buben im Darknet - dem verborgenen Teil des Internets - angefragt haben, ob er den Neunjährigen sexuell missbrauchen und danach töten dürfe. Der Stiefvater habe dies abgelehnt.
Nach der Festnahme der Mutter des Buben und ihres Lebensgefährten im September 2017 versuchte der 44-Jährige laut Anklage erneut, Kontakt aufzunehmen. Er wusste nichts von der Festnahme. Nach einem zum Schein verabredeten Treffen wurde er von der Polizei in Karlsruhe festgenommen.
Eine Tötungsabsicht konnte dem Mann im Verfahren nicht nachgewiesen werden. Die Beweisaufnahme wie auch die Plädoyers fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Gleichzeitig läuft in Freiburg der Prozess gegen den Stiefvater sowie die Mutter des Buben. In der kommenden Woche wird ein weiteres Urteil gegen einen Angeklagten aus der Schweiz erwartet.
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