OAS verurteilte Familientrennung an US-Grenze
Washington (APA/dpa) - Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat in einer abgeschwächten Resolution die Trennung von Migrantenfamili...
Washington (APA/dpa) - Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat in einer abgeschwächten Resolution die Trennung von Migrantenfamilien an der US-Grenze verurteilt. Die US-Regierung solle die angekündigten Maßnahmen, die Familien wieder zusammenzubringen, möglichst schnell umsetzen, hieß es in dem Papier, das am Freitag verabschiedet wurde.
Die USA, die ebenfalls Mitglied der Organisation sind, hatten zuvor über die Formulierung eines Paragrafen verhandelt, der die US-Regierung drängte, Minderjährige nicht „ihrer Freiheit zu berauben“. Die Formulierung wurde in dem einvernehmlich angenommenen Papier gestrichen.
Die Resolution war von Mexiko eingebracht worden und wurde von Honduras, El Salvador und Guatemala unterstützt. Aus den drei mittelamerikanischen Ländern stammen die meisten Migranten, die ohne Papiere die Grenze zu den USA übertreten. Die Resolution solle kein Land missbilligen, erklärte der mexikanische OAS-Botschafter Jorge Lomonaco. Jedoch werde damit eine grausame und unmenschliche Politik verurteilt. In dem Papier wurde zudem ein Besuch der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte an der US-Grenze gefordert.
Zuletzt hatten die US-Behörden einen internationalen Aufschrei der Empörung ausgelöst, weil sie Kinder und Eltern an der Grenze zu Mexiko trennten. Präsident Donald Trump beendete die Praxis zwar, hält grundsätzlich aber an der „Null-Toleranz-Politik“ fest. Kinder werden nun zusammen mit ihren Eltern inhaftiert.
Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) wurde 1948 gegründet. Ihr Sitz ist Washington. Sie soll den Frieden auf dem amerikanischen Kontinent stärken. Ziel ist laut Statut, die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten zu fördern, Streitigkeiten beizulegen sowie deren territoriale Integrität und Unabhängigkeit zu verteidigen. Ihr gehören neben den USA zurzeit 34 weitere Staaten Nord-, Mittel- und Südamerikas und der Karibik an.
~ WEB www.oas.org ~ APA567 2018-06-29/21:18
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