Griechischer Minister lehnt Namenslösung mit Skopje ab - Zeitung
Athen/Skopje (APA) - Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos, Chef des Juniorpartners der Regierung von Ministerpräsident Alexi...
Athen/Skopje (APA) - Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos, Chef des Juniorpartners der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras, hat am Dienstag erneut die kürzlich mit Mazedonien erzielte Vereinbarung zur Lösung des jahrelanges Namensstreites kritisiert und sich indirekt für die Abhaltung einer Volksabstimmung dazu in Griechenland ausgesprochen.
„Für mich ist der Deal schlecht, ich akzeptiere ihn nicht und werde versuchen, ihn zu blockieren“, wurde der Rechtspopulist von dem Internetportal der Tageszeitung „Ekathimerini“ in englischer Sprache zitiert. Was Griechenland angehe, werde er sicherstellen, dass der Deal nicht ohne die Zustimmung des griechischen Volkes ratifiziert werde, erläuterte der Verteidigungsminister. Die Vereinbarung mit Skopje sieht eine Volksabstimmung zur Namenslösung in Mazedonien, allerdings keine in Griechenland vor.
Mazedoniens Parlament soll sich am Donnerstag erneut zur Vereinbarung äußern, nachdem es Präsident Gjorge Ivanov kürzlich abgelehnt hatte, die am 20. Juni ratifizierte Vereinbarung mit seiner Unterschrift zu bestätigen. Mazedonien soll künftig den Namen Republik Nordmazedonien tragen.
Eine von „Ekathimerini“ in der Vorwoche veröffentlichte Umfrage zeigte, dass 62 Prozent der Griechen den künftigen Namen des Nachbarlandes ablehnen würden. In Mazedonien dürfte der von der früher regierenden nationalkonservativen VMRO-DPMNE kommende Widerstand etwas geringer sein.