Stecker raus, Zeitschaltuhr ein: Energiespartipps für die Urlaubszeit

Sommer heißt Urlaubszeit, oft aber nicht für die Geräte, die daheim fleißig weiter Strom zapfen. Ein paar Tipps, wie sich der Energieverbrauch in Grenzen hält.

Wer den Stecker zieht, spart Strom. Meistens zumindest.
© APA/dpa/Gabbert

Innsbruck – Die Koffer sind gepackt, der Blumensitter ist organisiert – dem entspannten Urlaub sollte nichts mehr im Wege stehen. Wäre da nicht der Stromzähler, der sich auch dann munter weiterdreht, wenn alle, die normalerweise von früh bis spät Kaffeemaschine, Computer, Fernseher, etc. benutzen, am Strand liegen. Mit ein paar einfachen Tricks kann der Stromverbrauch aber soweit reduziert werden, dass Geldbörse wie Umwelt geschont bleiben.

Null Stromverbrauch sei laut Klaus Kraigher von der Österreichischen Energieagentur praktisch unmöglich, ein „erweiterter Urlaubsmodus“ mache aber einen guten Anfang. Um den zu erreichen, empfiehlt er, bei den Geräten zu beginnen, die in den kommenden Wochen garantiert nicht benutzt werden.

1. Komplett ausschalten

Geräte der Unterhaltungselektronik ebenso wie Computer, elektrische Zahnbürsten, Ladegeräte, Untertischspeicher und auch Kaffeemaschinen am besten komplett vom Netz trennen. Oder anders gesagt: Alles, was an einer Steckdose hängt und nicht benötigt wird, gehört komplett ausgeschaltet oder noch besser abgesteckt.

Das habe nicht nur den Vorteil, dass man sich den Stromverbrauch im Standby-Betrieb spart, sondern auch die Geräte selbst werden geschützt. Sollte ein Gewitter über das Heim hinwegziehen, kann so auch ein Blitz der empfindlichen Elektronik nichts anhaben.

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2. Problemfall Kühlschrank

Garantiert zu Hause bleibt jenes Gerät, das wohl den größten Strombedarf im Haushalt hat: das Kühlgerät. Im Idealfall sollte man laut Kraigher alles so planen, dass man den Tag vor dem Urlaubsantritt dazu nutzt, das Kühlgerät abzutauen und der jährlichen Grundreinigung zu unterziehen. Dann wird der Kühlschrank natürlich erst nach der Rückkehr wieder eingeschaltet. Achtung: Die Kühlschranktüren unbedingt offenlassen, um Schimmelbildung und schlechte Gerüche zu vermeiden.

Wird die Grundreinigung anders getimt, sei eine Empfehlung für die Kühlschrank-Handhabe schwierig zu geben: Experten-Geister scheiden sich, ob es Sinn macht, das Gerät abzuschalten oder doch laufen zu lassen. Ist eine längere Abwesenheit geplant (ein Monat oder mehr), sei Abschalten in jedem Fall die sparsamere Wahl. Geht es aber etwa um zwei Wochen, müsse man nach eigenem Ermessen entscheiden. Generell gelte jedenfalls: Je älter das Gerät, desto mehr Strom verbraucht es und desto eher sollte man es auch abschalten.

3. Schutz vor Einbrecher

Nicht auf den ersten Blick unter die Kategorie „Stromsparen“ fällt folgender Tipp – unter „Sparen“ aber auf jeden Fall, denkt man nur an die Kosten und den Aufwand, den ein Einbruch verursachen würde. Urlaubszeit ist die Hochsaison für Einbrecher, weshalb sich ohne Alarmanlage der Gebrauch von Zeitschaltuhren empfiehlt, um Anwesenheit vorzutäuschen. So kann das Licht an- und ausgeschaltet werden und auch etwa elektrische Rollläden gesteuert werden. Am effektivsten sind Zeitschaltuhren, die ihren Schaltrhythmus intelligent ändern, weil keine fixen Einschaltzeiten, sondern nur ein Zeitfenster vorgegeben werden muss.

4. Ein letzter Rundgang

Bevor es dann wirklich los in den Urlaub geht, empfiehlt der Experte noch einen kleinen Rundgang und letzten Check, damit auch wirklich kein Gerät vergessen wird.

Wohnzimmer bzw. Arbeitszimmer: HiFi-Anlage, Fernseher, DVD-Player, Computer samt Zubehör, WLAN-Router, Spielekonsolen, Ladegeräte (!), Internetradio

Küche: Kühlschrank, Kaffeemaschine, Mikrowelle, Toaster

Schlafzimmer: Radiowecker, Fernseher, Ladegeräte, Nachttischlampen (TT.com)

Diese und weitere Tipps und Tricks zum Thema Energiesparen:

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