Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich im Minus

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Montag überwiegend mit Kursverlusten beendet. Der Hang Seng Index in Hongkong st...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Montag überwiegend mit Kursverlusten beendet. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um minimale 14,22 Zähler (plus 0,05 Prozent) auf 28.539,66 Einheiten. Dagegen verlor der Shanghai Composite 17,14 Punkte oder 0,61 Prozent auf 2.814,04 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich ebenfalls etwas tiefer. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 36.434,14 Zählern mit minus 107,49 Punkten oder 0,29 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 25,2 Zähler oder 0,40 Prozent auf 6.326,70 Einheiten. An der Börse in Tokio fand wegen eines Feiertags heute kein Handel statt.

In den Blick der Anleger rückten neue Daten aus China. Diese fielen gemischt aus. In der Volksrepublik ist die Wirtschaft im zweiten Quartal mit 6,7 Prozent zwar etwas langsamer gewachsen, angesichts der drohenden Eskalation im Handelskonflikt mit den USA zeigt sich Chinas Wirtschaft aber laut Experten weiter widerstandsfähig. In den vorangegangenen drei Vierteljahren hatte der Anstieg noch bei 6,8 Prozent gelegen.

Die chinesische Industrie hat indessen ihre Produktion im Juni um 6,0 Prozent gesteigert. Analysten hatten jedoch mit einem höheren Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gerechnet. Daneben zogen die Einzelhandelsumsätze zogen im Juni wie erwartet um 9,0 Prozent an.

Unter den Einzelaktien sprangen ZTE in Hong Kong um über 16 Prozent nach oben, nachdem das US-Handelsministerium am Freitag die Einschränkungen gegen den chinesischen Technologiekonzern aufgehoben hatte. US-Firmen dürften damit nun wieder Teile an den chinesischen Smartphone-Hersteller liefern. Die Entscheidung sei gefallen, nachdem ZTE eine Strafe von einer Milliarde Dollar bezahlt und weitere 400 Millionen Dollar auf ein Treuhandkonto in den USA überwiesen habe.

Erneut rückten die Aktien des Börsenneulings und Smartphone-Herstellers Xiaomi ins Visier der Anleger. Die Papiere gaben zum Wochenstart um 1,86 Prozent ab. Vergangene Woche waren die Aktien noch gefragt, nachdem bekannt wurde, dass die Titel am 23. Juli in den Auswahlindex Hang Seng Composite aufgenommen werden.

Nun wurde allerdings bekannt, dass Xiaomi-Aktien nicht für Investoren am chinesischen Festland handelbar sein werden. Grund sei, dass das „Stock-Connect“-Programm, welches die Börse in Hongkong mit den Handelsplätzen in Shanghai und Shenzhen verbindet, nicht auf Unternehmen mit gewichteten Aktienstimmrechten ausgeweitet werden soll, berichtete der Finanznachrichtensender CNBC unter Berufung auf Medienberichte.


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