Salzburger Festspiele: Auch die Kunstszene zeigt sich präsent

Salzburg (APA) - Der Sommer steht in Salzburg traditionell im Zeichen der Festspiele. In diesem Jahr zieren Werke von Cy Twombly das Program...

Salzburg (APA) - Der Sommer steht in Salzburg traditionell im Zeichen der Festspiele. In diesem Jahr zieren Werke von Cy Twombly das Programm des Festivals, doch das ist bei Weitem nicht das einzige, was es an bildender Kunst zu entdecken gibt. Haben Musik und Theater den Festspielbezirk im Griff, so bietet die Kunstszene Ausstellungen und Events über die ganze Stadt verteilt.

Der Salzburger Kunstverein startet am 20. Juli eine ganze Veranstaltungsreihe, die bis zum 23. September dauert und den Titel „20 Propositions“ trägt. Dabei handelt es sich um eine Reihe an Ausstellungen, Performances und Filmvorführungen. Kuratiert von Direktor Seamus Kealy wird jede Projektphase mit einem eigenen Event eröffnet. Insgesamt werden sieben zeitgenössische Filmproduktionen gezeigt.

Ende Juli legt Salzburgs berühmtester Galerist, Thaddaeus Ropac, mit drei Ausstellungen nach. Am 27. Juli wird die Ausstellung „Eventyr“ der amerikanischen Porträtkünstlerin Elizabeth Peyton in der Villa Kast eröffnet, worauf am nächsten Tag Frühwerke von Joseph Beuys folgen. Gleichzeitig wird in der Halle eine eigens für die Galerie zusammengestellte Auswahl der „Beard Pictures“ des Künstlerpaars „Gilbert & George“ gezeigt. Alle drei Ausstellungen können über den gesamten August besucht werden. Auch die übrigen Salzburger Galerien lassen sich nicht lumpen: Nikolaus Ruzicska zeigt ab 20. Juli „Kenton Nelson - New Work“, am 21. gehen Blümel mit „Siegfried Santoni - Meister des Lichts“, Welz u.a. mit Josef Mikl, Mario Mauroner Contemporary mit „Black Mirror“ und Weihergut mit „Carsten Fock - Alles Neu“ an den Start. Die Galerie Ebensperger zeigt ab 24. „Friederike Feldmann - Creme“, Heike Curtze ab 28. Günter Brus.

Im Traklhaus dreht sich ab 25. Juli alles ums Geld. „Geld in der Kunst“ ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema, das sich in der Ausstellung in verschiedensten Techniken und Medien zeigt. Die Exponate sind Leihgaben von Künstlern, aus Galerien, Museen und Sammlungen, und vor allem aus der auf „Geld-Kunst“ spezialisierten Sammlung Haupt in Berlin. Wer das Museum der Moderne am Mönchsberg besucht, bekommt anhand von sechs Künstlern mit Exilhintergrund die „Resonanz von Exil“ gezeigt, im Rupertinum wird ab 26. Juli die erste Museums-Einzelausstellung der ägyptisch-kanadische Künstlerin armenischer Herkunft Anna Boghiguian im deutschsprachigen Raum ausgerichtet.

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Bereits zum vierten Mal wird im Hof der Salzburger Residenz ein Zelt für die Messe „Art & Antique“ aufgestellt. Dieser neuntägige Kunstevent (11.-19. August) steht im Zeichen von Kunst, Antiquitäten und Design. Russische Ikonen von „Brenske Gallery“ und archäologische und antike Einflüsse von Christoph Bacher nehmen hier gleichberechtigt Platz neben Vintage-Schmuck und Designobjekten. Das Kunsttreffen kann täglich zwischen 11.00 und 19.00 Uhr besucht werden.

Auch in diesem Jahr lockt die Sommerakademie der Bildenden Künste wieder über 300 Studierende nach Salzburg. Das diesjährige Kurs- und Veranstaltungsprogramm steht unter dem Motte „Grenzen überschreiten“ und thematisiert politische und gesellschaftliche Fragestellungen ebenso wie kunstimmanente. Insgesamt finden während der sechswöchigen Kursphase auch wieder rund zwei Dutzend Veranstaltungen statt - von Kunstgesprächen mit Lehrenden über Stadtspaziergänge, von Ausstellungen über Performances bis hin zum viel beachteten „Tage der offenen Tür“ jeweils am Ende der Kurse.


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