Bericht: OSZE-Mitarbeiter in Ukraine ausspioniert

Kiew (APA/dpa) - Mehrere Mitglieder der OSZE-Mission in der Ukraine sind einem Medienbericht zufolge ausspioniert worden. Interne Dokumente ...

Kiew (APA/dpa) - Mehrere Mitglieder der OSZE-Mission in der Ukraine sind einem Medienbericht zufolge ausspioniert worden. Interne Dokumente sowie die Kommunikation zwischen OSZE-Mitgliedern sollen abgefangen worden sein, berichtet das ARD-Magazin „Fakt“ (Dienstag). Unter anderem seien persönliche Daten und Vorlieben der Mitarbeiter in einem Dossier gesammelt worden.

Ein Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB soll im Besitz eines Datenträgers mit den entsprechenden Informationen gewesen sein, hieß es.

Rund 700 internationale Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sind seit März 2014 in der Ukraine stationiert. Insgesamt hat die Mission 1.200 Mitarbeiter, darunter auch viele Ortsansässige. Sie sollen vor allem in der Ostukraine die vereinbarte Waffenruhe zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischen Soldaten beobachten. Es ist die größte Sicherheitsmission in der Geschichte der OSZE.

Der stellvertretende Leiter der OSZE-Mission, Alexander Hug, betonte, man werde den Fall untersuchen. „Wir sind auch sehr besorgt über jeglichen Verstoß gegen unsere Sicherheit“, sagte er. Sollte sich der Verdacht bestätigen, werde man möglicherweise Maßnahmen ergreifen.

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~ WEB http://www.osce.org/ ~ APA372 2018-07-16/16:41


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