Palästinensischer Kriegsfotograf offenbar in syrischer Haft gestorben

Beirut (APA/AFP) - In einem syrischen Gefängnis ist ein von der UNO und der EU ausgezeichneter Kriegsfotograf gestorben. Der in Syrien behei...

Beirut (APA/AFP) - In einem syrischen Gefängnis ist ein von der UNO und der EU ausgezeichneter Kriegsfotograf gestorben. Der in Syrien beheimatete Palästinenser Niras Saied sei nach drei Jahren Haft „in den Gefängnissen des syrischen Regimes gestorben“, teilte seine nach Deutschland geflohene Ehefrau Lamis Alchateeb am Montag im Online-Netzwerk Facebook mit.

Die Ehefrau warf der Regierung von Syriens Machthaber Bashar al-Assad vor, ihren Mann „getötet“ zu haben. Für sie gebe es „nichts Schwierigeres, als diese Worte zu schreiben, aber Niras soll nicht im Stillen sterben“.

Alchateeb äußerte sich nicht dazu, wie sie vom Tod ihres Mannes erfahren hatte. Ahmed Abbassi, ein 2015 festgenommener Freund von Saied, bestätigte die Todesnachricht. „An den ersten Tagen seiner Festnahme wussten wir, dass er am Leben war. Aber danach haben wir keine Nachrichten erhalten“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Menschenrechtsorganisationen haben den syrischen Behörden wiederholt vorgeworfen, in ihren Gefängnissen zu foltern und Inhaftierte ohne Rechtsgrundlage hinzurichten.

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Ende 2014 war der damals 23-jährige Saied mit dem ersten Preis eines Foto-Wettbewerbs des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) und der EU ausgezeichnet worden. Das ausgezeichnete Foto hatte Saied im palästinensischen Flüchtlingslager Yarmouk (Jarmuk) in der syrischen Hauptstadt Damaskus aufgenommen, wo er damals lebte.


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