Fußball: Pariser Polizei verteidigte Organisation der WM-Parade

Paris (APA/dpa) - Nach dem Ärger vieler Frankreich-Fans über die kurze Parade der Fußball-Weltmeister auf den Champs-Elysees hat die Pariser...

Paris (APA/dpa) - Nach dem Ärger vieler Frankreich-Fans über die kurze Parade der Fußball-Weltmeister auf den Champs-Elysees hat die Pariser Polizei die Organisation verteidigt. Der Bus mit den Spielern, die sich am Sonntag in Moskau mit 4:2 im WM-Finale gegen Kroatien durchgesetzt hatten, sei gar nicht so schnell gefahren, betonte Polizeipräfekt Michel Delpuech am Mittwoch im Radiosender Europe 1.

Falls Fans in den abgesperrten Bereich vorgedrungen wären, der für die Fahrt des Teams über die Prachtstraße freigehalten wurde, hätte dies Gefahren für die Sicherheit der Spieler und Probleme für die Menschenmenge bedeutet, erläuterte Delpuech.

Enttäuschte Fans hatten kritisiert, dass sie ihre WM-Helden am Montag nur ein paar Sekunden zu Gesicht bekommen hatten, als die Weltmeister in einem offenen Doppeldeckerbus über die Champs-Elysees gefahren waren. „Les Bleus“ waren bereits mit großer Verspätung eingetroffen, Fans hatten stundenlang auf sie gewartet.

„Die Menschenmenge auf den Champs-Elysees war riesig, mindestens 300.000 Menschen“, argumentierte Delpuech. „Wir hatten Sicherheitsmaßnahmen wie nie zuvor getroffen, welche die Lehren aus dem Jahr 1998 berücksichtigten.“ Nach dem damaligen WM-Sieg der Franzosen hatte der Teambus laut der Zeitung „Le Monde“ zwei Stunden gebraucht, um sich einen Weg durch die Massen zu bahnen. Diesmal fuhren die Weltmeister nur zwölf Minuten über den berühmten Boulevard. Polizeichef Delpuech verwies in seinem Interview auch auf die Gefahr von Terroranschlägen.

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