Europas Leitbörsen zur Eröffnung ohne klare Richtung

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstag im Frühhandel uneinheitlich und nur wenig verändert gezeigt. Der...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstag im Frühhandel uneinheitlich und nur wenig verändert gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.20 Uhr mit plus 0,03 Prozent bei 3.486,22 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,08 Prozent auf 12.756,01 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,09 Prozent auf 7.669,02 Punkte.

Nach uneinheitlichen Vorgaben der Märkte in Asien und den USA fanden auch die europäischen Börsen im Frühhandel noch keine klare Richtung. Der Markt lasse es nun erst einmal etwas ruhiger angehen, nachdem es der DAX zuletzt auf seinen höchsten Stand seit einem Monat geschafft hatte, hieß es von Marktbeobachtern. Eher schwache Wirtschaftsdaten und die Geopolitik seien zuletzt bei Anlegern in den Hintergrund getreten, begründete Michael McCarthy von CMC Markets das erhöhte Kursniveau.

In den US-Unternehmen wächst die Sorge vor negativen Folgen der Zollpolitik von Präsident Donald Trump. In allen zwölf Bezirken der US-Notenbank Federal Reserve hätten Industrievertreter diese Befürchtungen geäußert, hatten die Währungshüter in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht „Beige Book“ mitgeteilt.

Von den heute anstehenden Konjunkturdaten könnten vor allem in den USA der Philly-Fed-Index, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der Index der Frühindikatoren Beachtung unter den Anlegern finden.

Aktien von ABB zeigten sich in Zürich nach Zahlenvorlage um gut vier Prozent höher. Der Schweizer Industriekonzern hat im zweiten Quartal 2018 den Auftragseingang klar gesteigert. Der anziehende Bestellungseingang schlägt aber wie bereits im ersten Quartal noch kaum auf die Umsatzentwicklung durch; dieser ist erneut nur sehr moderat gewachsen.

Der Schweizer Duft- und Aromenhersteller Givaudan hat im ersten Halbjahr 2018 weniger verdient. Der Nettogewinn schrumpfte um gut drei Prozent auf 371 Mio. Franken, wie der Weltmarktführer mitteilte. Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet. Die Aktien reagierten mit minus 3,3 Prozent.

In Stockholm zogen Titel von Volvo um 1,4 Prozent an. Der Autobauer ist im zweiten Quartal dank einer hohen Nachfrage in allen wichtigen Märkten deutlich gewachsen. Zudem verdiente der Hersteller mit schwedischen Wurzeln, der 2010 vom US-Autobauer Ford an den chinesischen Konzern Geely verkauft wurde, mehr.

Der deutsche Softwarekonzern SAP hat im zweiten Quartal dank eines guten Cloud-Geschäfts kräftig zugelegt und sich erneut höhere Ziele für das Gesamtjahr gesetzt. 2018 soll der Umsatz währungsbereinigt um 6 bis 7,5 Prozent steigen und zwischen 24,975 und 25,3 Mrd. Euro liegen, teilte das Unternehmen mit. SAP-Aktien büßten im Frühhandel knapp drei Prozent ein.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA082 2018-07-19/09:31


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