Armee: Keine neuen Angriffe aus dem Gazastreifen in der Nacht

Jerusalem (APA/dpa) - Die im Gazastreifen verkündete Feuerpause hält vorerst: Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv teilte am Samstag...

Jerusalem (APA/dpa) - Die im Gazastreifen verkündete Feuerpause hält vorerst: Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv teilte am Samstag mit, in der Nacht seien keine Raketen oder Granaten mehr auf israelisches Gebiet gefeuert worden. Auch von israelischer Seite gab es keine neuen Angriffe in dem Küstenstreifen.

Nach heftigen israelischen Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen verkündete die dort herrschende Hamas in der Nacht eine Feuerpause unter Vermittlung Ägyptens und der Vereinten Nationen. Von israelischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Armeesprecher Jonathan Conricus teilte mit, seit Freitag seien 60 Ziele im Gazastreifen angegriffen und drei Hauptquartiere von Hamas-Bataillonen zerstört worden.

Der Konflikt war am Freitag erneut gefährlich eskaliert. Militante Palästinenser erschossen an der Grenze einen israelischen Soldaten. Der Soldat ist der erste Israeli, der seit Beginn der Proteste im Gazastreifen Ende März getötet wurde.

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Der US-Vermittler Jason Greenblatt schrieb dazu bei Twitter: „Während die Israelis an ihrer Nordgrenze unermüdlich syrische Flüchtlinge behandeln, arbeitet die Hamas unerbittlich daran, israelische Leben zu zerstören.“ Die Einwohner des Gazastreifens hätten darunter zu leiden.

Israelische Kampfjets und Panzer beschossen Ziele im gesamten Gebiet des Küstenstreifens. Im Süden seien mindestens vier Palästinenser getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Nach Angaben des militärischen Arms der Hamas waren drei der Getöteten Mitglieder der Organisation.

Seit Ende März wurden bei teilweise gewaltsamen Protesten nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 147 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet. Die Palästinenser fordern ein Ende der vor mehr als zehn Jahren verhängten Gaza-Blockade und ein Rückkehrrecht in das israelische Staatsgebiet.


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