15-Jährige vergewaltigt: Zwölf Jahre Haft für Zeitungszusteller

Der Mann wurde wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr noch im Verhandlungssaal in U-Haft genommen.

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Wien – Ein Zeitungszusteller, der am 22. Dezember 2017 in Wien-Favoriten in seinem Lieferwagen ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt haben soll, ist am Montag am Landesgericht für Strafsachen zu einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Darüber hinaus wurde ihm eine finanzielle Wiedergutmachung in Höhe von 13.200 Euro an das betroffene Mädchen auferlegt.

Unmittelbar nach der Urteilsverkündung wurde der aufgrund einer fragwürdigen Entscheidung des Wiener Oberlandesgerichts (OLG) zuletzt auf freiem Fuß befindliche Mann festgenommen. Richter Stefan Apostol verhängte über den gebürtigen Inder noch im Gerichtssaal wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr die U-Haft. Der 25-Jährige wurde von drei Polizisten - einem männlichen und zwei weiblichen Beamten, die sich auf Betreiben des Gerichts rechtzeitig vor dem Verhandlungssaal postiert hatten - abgeführt.

Verurteilter unternahm Fluchtversuch

Auf dem Weg vom Gerichtsgebäude zur unmittelbar daneben befindlichen Justizanstalt Josefstadt unternahm der Mann dann einen Fluchtversuch, wie der Sprecher der Landespolizeidirektion, Paul Eidenberger, der APA bestätigte. „Der Mann hat sich auf der Wickenburggasse plötzlich losgerissen, konnte aber überwältigt werden.“ Ein Passant soll den Beamten dabei eine tatkräftige Hilfe gewesen sein, indem er dem Flüchtenden ein Bein stellte. Der mutmaßliche Vergewaltiger hat mittlerweile eine Zelle in der Justizanstalt bezogen. Die Staatsanwaltschaft dürfte Ermittlungen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt aufnehmen. (APA)


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