ÖGB will Vier-Tage-Woche bei 12-Stunden-Tag

Tirols ÖGB-Chef Philip Wohlgemuth stellt sich auf eine harte Herbstlohnrunde ein. Im Sommer seien Aktionen geplant, am 18. September werden alle Kollektivvertragsverhandler auf den „heißen Herbst“ eingeschworen.

Die von Wirtschaft und Industrie geforderte und von Arbeitnehmervertretern scharf kritisierte Arbeitszeitflexibilisierung trat am 1. September 2018 in Kraft.
© APA

Von Verena Langegger

Innsbruck –Der österreichische Gewerkschaftsbund gibt sich kampfbereit. „Die Grauslichkeiten müssen bekämpft werden“, sagt Tirols Gewerkschaftsbund-Chef Philip Wohlgemuth. Er bleibt trotzdem realistisch. Der 12-Stunden-Tag sei beschlossen, „wir sind aber trotzdem weiterhin dagegen“. Jetzt müsse politisch gedacht werden, bekämpft werden müsse nun die 60-Stunden-Woche. Die Forderungen des ÖGB sind klar: „Wir wollen eine 36-Stunden-Woche, also eine 4-Tage-Woche oder eine sechste Urlaubswoche.“ ÖGB-Chef Wolfgang Katzian fordert „Spielregeln“, die eingehalten werden. Das neue Arbeitszeitgesetz erlaube Unternehmern 12-Stunden-Tage ohne Mitsprache der Belegschaften zu verhängen, Betriebsvereinbarungen seien nicht mehr nötig, jeder Arbeitgeber könne tun, wie es gerade passe.

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