Großbrand westlich von Athen außer Kontrolle

Athen (APA/dpa) - Bei extremer Trockenheit und starken Winden ist am Montag ein Waldbrand nahe der Ferienortschaft Kinetta außer Kontrolle g...

Athen (APA/dpa) - Bei extremer Trockenheit und starken Winden ist am Montag ein Waldbrand nahe der Ferienortschaft Kinetta außer Kontrolle geraten. Der Brand ist so groß, dass Rauchwolken das rund 40 Kilometer östlich gelegene Athen erreichten und die Sonne verdunkelten. In der Region haben Tausende Athener ihre Ferienwohnungen.

Die Feuerwehr versuchte mit Löschflugzeugen und 40 Einsatzfahrzeugen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, was zunächst aber nicht gelang, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete. Die Piloten konnten wegen der Rauchbildung praktisch nichts sehen, hieß es. Zurzeit herrschen in Griechenland Temperaturen um die 40 Grad. Zudem wehen in der betroffenen Region Winde der Stärke sieben.

„Es ist das sogenannte schlimmste Szenario eingetreten“, sagte der Chef des griechischen Zivilschutzes, Giannis Kapakis, im Fernsehen. Der Brand tobe in einem dicht mit Pinien bewaldeten Gebiet, und überall gibt es Ferienhäuser. Viele Einwohner flüchteten in Panik, berichteten Reporter vom Ort des Feuers. Strom, Telefon und Internet fielen in einigen Regionen aus. Fernsehreporter zeigten mehrere verbrannte Häuser.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras ordnete an, dass Feuerwehren anderer Regionen sowie das Militär zur Verstärkung nach Westathen eilen, berichtete das Staatsradio. Wegen der starken Rauchbildung wurde die Autobahn Athen-Korinth am Montagnachmittag geschlossen, teilte die Verkehrskontrolle mit. Brände brachen auch im Osten Athens und auf Westkreta aus. „Es wird eine lange Nacht werden“, sagte ein Feuerwehrmann im Fernsehen.

(S E R V I C E - Webcam: http://go.apa.at/NE69nxEo)


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