Ermittlungen gegen Kufsteiner Unternehmen Cointed ausgeweitet

Wie der Standard berichtet, soll nun auch der Verdacht der Veruntreuung im Raum stehen.

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Wien – Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen den Krypto-Dienstleister Cointed ausgeweitet, berichtet Der Standard online. Auch gab es demnach am Dienstag am Wiener Standort Hausdurchsuchungen, bei denen mehrere Festplatten beschlagnahmt wurden. Cointed ist bereits durch mutmaßliches Pyramidenspiel des Bitcoin-Portals Optioment bekannt.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt gegen Cointed wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betruges sowie auf Ketten- und Pyramidenspiel. „Die Ermittlungen wurden nun um den Verdacht auf Veruntreuung erweitert“, bestätigte die WKStA gegenüber der Zeitung.

Kundengelder veruntreut

Es gebe den Verdacht, dass Kundengelder in der Höhe von mehreren zehntausend Euro, die für den Ankauf von Kryptowährungen gedacht waren, veruntreut worden sind. In diesem Fall werde gegen unbekannte Täter ermittelt. In den vergangenen Wochen konnten Kunden nicht mehr auf ihre Konten zugreifen. Im April gab es laut dem Zeitungsbericht bereits Hausdurchsuchungen am Gründungsstandort in Kufstein.

Cointed-Chef Wolfgang Thaler hält sich laut Zeitung, die sich auf dessen eigene Angaben beruft, in China auf. Dort wolle er - so habe er es vor wenigen Tagen in einem Video mitgeteilt - mit Investoren eine drohende Insolvenz abwenden. Das dürfte aber nicht geglückt sein, schreibt der Standard: Ein Insolvenzantrag soll am Dienstag eingebracht worden sein. Meldungen von Gläubigerschützern dazu gab es bisher aber noch nicht. (APA)


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