Bursche fügte Busfahrer Beule zu

Schon seit längerer Zeit „nicht mehr ganz grün“ sind sich in einer Tiroler Bezirksstadt ein Linienbusfahrer und ein 17-Jähriger. Im Dezember...

Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Schon seit längerer Zeit „nicht mehr ganz grün“ sind sich in einer Tiroler Bezirksstadt ein Linienbusfahrer und ein 17-Jähriger. Im Dezember war die Situation vollends eskaliert. Hatte der Jugendliche beim Einsteigen doch ein Ticket, aber nicht den dazu vorgeschriebenen Ausweis bei sich. Als der Busfahrer darauf den Fahrschein abnahm, wurde es im Bus turbulent. Nach einem behaupteten Schupfer durch den Fahrer verpasste der 17-Jährige diesem einen Schlag auf den Kopf. Eine Beule wurde im Spital diagnostiziert. Gestern am Landesgericht versuchte der Bursche erst gar nicht, irgendwas abzustreiten: „Nach der Provokation war es mir das wert!“, gestand er im Beisein der Eltern zu. Die haben ohnehin schon einiges mitgemacht. So hat sich das dortige Bezirksgericht schon 15-mal mit dem Sprössling beschäftigt. An den Busfahrer ergingen zuletzt 300 Euro Schmerzensgeld, dazu 400 Euro teilbedingte Geldstrafe: „Wenn es so weitergeht, sehen Sie noch das Gefängnis!“, so die Richterin zum 17-Jährigen.

Nach einem Skiunfall mit 2,68 Promille Blutalkohol wurde ein Brite am Landesgericht in Abwesenhei­t zu 1200 Eur­o Geldstrafe verurteilt. Grund: Der Brite ist heute noch im Krankenstand, da er viel schwerer verletzt wurde als sein Unfallgegner. (fell)


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