Ziel Titelgewinn: Wattens hat keine Zeit für halbe Sachen

Mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger SV Lafnitz startet die WSG Wattens heute (20 Uhr) in der zweiten Liga die Mission „Titelgewinn“.

Soll in der Wattener Offensivabteilung wieder einer jener sein, die den Unterschied sichtbar machen – WS-Routinier Benjamin Pranter, hier im Duell gegen Köln-Kapitän Matthias Lehmann.
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Von Alex Gruber

Wattens –Die Konkurrenz in der neuen 16er-Liga hat der WSG Wattens bei der Liga-Präsentation den roten Teppich ausgerollt, 13 von 15 befragten Trainern haben die Tiroler zum Titelfavoriten Nummer eins erklärt. Einer wie Routinier Benjamin Pranter lässt sich davon aber nicht blenden: „Was die anderen sagen, interessiert mich nicht. Wir müssen erst liefern. Und es wird uns keiner etwas schenken und jeder doppelt motiviert gegen uns sein“, rechnet die Kreativperle gleich in Runde eins mit erbitterter Gegenwehr seitens des Regionalliga-Mitte-Meisters aus Lafnitz: „Das ist die zweithöchste Liga Österreichs. Da haben alle Teams ihre Qualität. Auf uns wartet eine beinharte Saison“, stellt der 28-Jährige bei all den Träumereien vorab klar.

Mit Pranter, dem besten Assistgeber der letzten beiden Zweitliga-Spielzeiten, Torjäger Milan Jurdik und dem nicht minder gefährlichen Partner Lukas Katnik vertraut Coach Thomas Silberberger freilich darauf, dass auf sein Offensiv-Triumvirat weiter Verlass ist: „Sie sollen und werden liefern.“

Das muss nicht zwangsläufig gleich in der Anfangsphase sein. „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet und wissen, dass auch ein Geduldspiel auf uns warten könnte“, rechnet Silberberger mit einer eher defensiv eingestellten steirischen Elf, die sich unter Coach und Ex-Wackerianer Ferdl Feldhofer als eingespieltes Meister-Team im Gernot Langes Stadion vorstellig machen will.

„Wir wissen auch um ihre Gefahren bei Standardsituationen und im Umschaltspiel“, duldet Silberberger in seiner routinierten Mannschaft keine Unachtsamkeiten. Nach dem souveränen Auftritt beim ÖFB-Cupsieg in Anif sind personelle Änderungen trotz „ein, zwei Überlegungen“ nicht zu erwarten. Zu stark agierte beispielsweise der Argentinier Ignacio Jauregui im Mittelfeldzentrum. Weil sich die Kaderdecke aber um zwei Mann von 16 auf 18 erhöht, dürften die 22-jährige Juve-Leihgabe Alhassane Soumah (Arbeitserlaubnis eingetroffen) und Florian Toplitsch ins Aufgebot rutschen. Eines ist ohnehin klar: Die Papierform fordert einen Heimsieg zum Saisonstart ein.


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