Moore in Nordeuropa brennen

Aalborg/Riga (APA/dpa) - Moorbrände halten Feuerwehren in Nordeuropa in Atem. In Dänemark breitete sich ein Feuer in der Nähe von Aalborg un...

Aalborg/Riga (APA/dpa) - Moorbrände halten Feuerwehren in Nordeuropa in Atem. In Dänemark breitete sich ein Feuer in der Nähe von Aalborg unterirdisch aus. Die Feuerwehr hat deshalb große Probleme, den Brand in den Griff zu bekommen.

Überirdisch wurden die Flammen zwar am Donnerstag gelöscht, doch in der Erde gebe es ungewöhnlich viel Torfmoos. „Es brennt richtig weit unten“, so ein Feuerwehrsprecher. Dadurch könne sich das Feuer unterirdisch ausbreiten und an Stellen wieder aufflammen, die man eigentlich für sicher halte.

Während überirdisch rund 50 Hektar abgebrannt sind, ist unklar, wie weit das Feuer unter der Erde reicht. Am Donnerstag brach die Feuerwehr die Erdoberfläche mit Traktoren auf, um Löschwasser in die Tiefe zu leiten. Normale Feuerwehrautos kommen auf dem schwierigen Terrain kaum vorwärts.

Schon seit mehr als einer Woche kämpft die Feuerwehr in Lettland gegen einen großen Torf- und Waldbrand im Nordwesten des Landes. Stellenweise brenne der schwelende Torf wieder mit offenen Flammen, das Feuer breite sich jedoch nicht mehr über die Begrenzungslinien aus, sagte eine Sprecherin des staatlichen Feuerwehr- und Rettungsdienstes am Donnerstag im lettischen Radio.

Zur Unterstützung der Löscharbeiten hat sich ein Hubschrauber aus dem benachbarten Weißrussland auf den Weg nach Lettland gemacht. Auch ein Helikopter aus dem Nachbarland Litauen hilft im Kampf gegen die Flammen aus der Luft. Weitere internationale Hilfe ist nach Angaben der Einsatzkräfte vorläufig nicht nötig. Lettland hatte zuvor bei der EU um Hilfe gebeten.

Trotz des Einsatzes von Hubschraubern könne der Brand wahrscheinlich aber erst mit Einsetzen des Herbstregens vollständig gelöscht werden, sagte eine Behördensprecherin. Das Feuer war vergangene Woche in einem Torfmoor nahe der Stadt Talsi ausgebrochen und in der Sommerhitze auf den ausgetrockneten Wald übergesprungen. Bisher wurden gut 1.200 Hektar Wald, Buschland und Torfmoor zerstört.


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