Strafzölle - Trump lobt Vereinbarung mit EU und Juncker

Washington (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker persönlich für die Übereinkunft im Handelss...

Washington (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker persönlich für die Übereinkunft im Handelsstreit gedankt. „Er ist wirklich ein sehr hartnäckiger, sehr kluger und ein sehr guter Mann“, sagte Trump am Donnerstag in Granite City (Illinois). „Natürlich, wenn ich keinen Deal mit ihm gemacht hätte, dann hätte ich gesagt, er ist eine fürchterliche Person.“

Trump äußerte sich bei der Wiedereröffnung eines Stahlwerkes. Er will die heimische Industrie mit Strafzöllen vor Konkurrenz schützen. Mit Juncker hatte er sich am Mittwoch geeinigt, den Handelskonflikt beilegen zu wollen und vorerst keine neuen Sonderzölle zu verhängen. Beide Seiten wollen nun Gespräche über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter beginnen. Um Trump zu einer Einigung zu bewegen, sagte Juncker zu, die EU wolle den Import von US-Flüssiggas erleichtern und mehr Soja aus den USA einführen. Um echte Zugeständnisse handelte es sich dabei nach Angaben aus EU-Kreisen nicht.

Trump bezeichnete die Vereinbarung mit der EU als wirklichen Durchbruch, um Handelsbarrieren zu senken. Ihm sei wichtig, dass ein faires und wechselseitig vorteilhaftes System aufgebaut werde.

Aus Sicht von Trump haben die USA keinen Handelskrieg begonnen, sondern seien mitten drin gewesen. Die USA hätten in den Jahren zuvor verloren und jetzt seien sie zurück und würden gewinnen. Trump sagte weiter, niedrigere Beitragszahlungen von NATO-Ländern in Europa verschafften diesen riesige wirtschaftliche Vorteile.

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Trump überraschte dann mit einer Äußerung zum Welthandel: „Unser Handelsdefizit hat sich auf 817 Milliarden Dollar (702 Milliarden Euro) pro Jahr aufgebläht (...) In anderen Worten, wenn wir keinen Handel getrieben hätten, hätten wir verdammt viel Geld gespart.“ Aus Sicht von Trump waren die USA ein „großes dummes Sparschwein“, das alle geplündert hätten.


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