ZDF und WDR Ziel von russischem Hackerangriff

Hamburg (APA/AFP) - Das ZDF und der WDR sind dem „Spiegel“ zufolge von russischen Hackern angegriffen worden. Die IT-Netzwerke der beiden öf...

Hamburg (APA/AFP) - Das ZDF und der WDR sind dem „Spiegel“ zufolge von russischen Hackern angegriffen worden. Die IT-Netzwerke der beiden öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland seien Anfang Juni Ziel einer Kampagne der russischen Hackergruppe Sandworm gewesen, berichtete das Magazin unter Berufung auf Informationen aus Sicherheitskreisen am Freitag im Voraus aus seiner neuen Ausgabe.

Das ZDF teilte mit, weniger als zehn seiner Computer seien von dem Angriff betroffen gewesen. Es seien keine Daten abgeflossen. Der WDR hat sich laut „Spiegel“ aus „sicherheitstechnischen Gründen“ nicht äußern wollen. Der Generalbundesanwalt will im Fall der beiden Fernsehsender dem Magazin zufolge das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt mit den Ermittlungen beauftragen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte vor rund zwei Wochen berichtet, dass deutsche Medienunternehmen und Organisationen im Bereich der Chemiewaffenforschung Ziel eines professionellen Cyberangriffs geworden seien. Die Spur führe zur russischen Hackergruppierung Sandworm.

Die Gruppe wird demnach mit Cyberspionageoperationen gegen die NATO, gegen westliche Regierungsstellen, Telekommunikationsunternehmen sowie akademische Einrichtungen in Verbindungen gebracht, außerdem seit 2015 vermehrt mit Angriffen gegen Ziele in der Ukraine. So bestünden Indizien, dass Sandworm hinter den Cybersabotageangriffen gegen ukrainische Energieversorger im Dezember 2015 und Dezember 2016 stehe.

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Wie der „Spiegel“ jetzt berichtet, könnte von der jüngsten Angriffswelle auch das Labor Spiez betroffen gewesen sein, die schweizerische Fachstelle zum Schutz vor ABC-Angriffen. Das Institut war an der Analyse im Fall Skripal mit dem Nervengift Nowitschok beteiligt. Bei einem Giftanschlag im März in Großbritannien waren der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter durch den Nervenkampfstoff Nowitschok schwer verletzt worden.


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