Ukrainer selbst schuld an 200-Meter-Absturz im Kühtai

Innsbruck - Letzten Juli bezwangen zwei Ukrainer im Kühtai die Via Veretta am Panoramaklettersteig Pockkogel. Am Rückweg war einer der Bergs...

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Innsbruck - Letzten Juli bezwangen zwei Ukrainer im Kühtai die Via Veretta am Panoramaklettersteig Pockkogel. Am Rückweg war einer der Bergsteiger (33) ausgerutscht. Da dessen Klettersteiggurt im Fall gerissen war, stürzte der Ukrainer letztlich über 200 Meter in den Tod. Ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Hatte sich der 33-Jährige das Klettersteigset doch in einem Sportgeschäft ausgeliehen. Nach einem Sachverständigengutachten zum Gurt wurde das Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung nun jedoch eingestellt. Staatsanwalt Hansjörg Mayr auf Anfrage der TT zum Gutachten: „Als der Ukrainer beim Abstieg in das Kletterseigset stürzte, riss die Einbindeschlaufe und der Mann stürzte 200 Meter weit ab. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wurde das Klettersteigset begutachtet. Der Sachverständige kam zum Ergebnis, dass der Unfall auf einen unsachgemäßen Gebrauch des Sets zurückzuführen war. Die Einbindeschlaufe wurde an der falschen Stelle in den Gurt eingebunden. Den Verantwortlichen des Sportgeschäftes oder des Herstellers des Klettersteigsets kann daher kein Vorwurf gemacht werden. Das Ermittlungsverfahren war einzustellen."

Waffennarr vor Gericht

Seine Liebe zu Waffen und Kriegsmaterial brachte gestern einen Unterländer ans Landesgericht. Der 52-Jährige sammelt und bestellt Maschinengewehre, Panzerfäuste und sonstiges Kriegsmaterial „weil es halt so toll ausschaut", wie der wegen Verstoßes nach dem Waffen- und Kriegsmaterialiengesetz Angeklagte vor Richter Günther Böhler unter Lachen erklärte. Rechtlich ist so eine Sicherstellung an sich funktionsuntüchtiger oder teils verrotteter Waffen in Österreich derzeit komplex. Sind doch Vergehen nach dem Waffengesetz und solche nach dem Kriegsmaterialiengesetz nicht gleichzusetzen. Dazu sind diese „Ausstellungsstücke" EU-weit bestellbar. Verteidiger Harald Wille war zur Materie minutiös vorbereitet und erläuterte die Problematik, dass solche Waffen laut „Kriegsmaterialiendeaktivierungsverordnung" unbrauchbar zu machen sind, aber auch dann noch immer als Kriegsmaterial beschrieben werden. „Das kann ein juristischer Laie niemals verstehen!", so RA Wille. Richter Böhler schloss sich dem an und prüft ein Sachverständigengutachten.

Putzfrau verurteilt

Schon nach 18 Tagen aufgeflogen war im März eine diebische Putzfrau im Unterland. Per abgezweigtem Schlüssel erbeutete sie in einem Tourismusbetrieb an die 1100 Euro. Sechs Monate Haft und 1440 Euro Geldstrafe ergingen. (fell)


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