Kinderheim-Chef und Komplizen sollen 34 Mädchen missbraucht haben

Ein grausames Verbrechen ist in Indien bekannt geworden: Ausgerechnet dem Chef eines Kinderheims werden massive sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

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New Delhi – In einem Kinderheim in Indien sollen 34 minderjährige Mädchen sexuellen Übergriffen ausgesetzt gewesen sein. Zehn Verdächtige seien in Muzaffarpur im Staat Bihar festgenommen worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Unter ihnen sei auch der Chef der gemeinnützigen und staatlich unterstützten Organisation, die das Heim für Waisen und obdachlose Kinder betreibt.

Ärzte untersuchten den Angaben zufolge die Mädchen im Alter von sieben bis 18 Jahren. Sie kamen zum Schluss, dass 34 der insgesamt 44 in der Unterkunft lebenden Mädchen sexuellen Übergriffen ausgesetzt gewesen seien. Zunächst war von 29 Mädchen die Rede gewesen.

Die Vorwürfe kamen ans Licht, als das Tata-Institut für Sozialwissenschaften aus Mumbai als Aufsichtsbehörde die Beschwerden einiger Mädchen über wiederholten sexuellen Missbrauch aufgriff. Die Regierung von Bihar will nun erreichen, dass eine Ermittlungsbehörde des Landes den Fall untersucht. (dpa)


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