Zehn Verletzte bei Brand in Flüchtlingsunterkunft in Deutschland

Acht Bewohner der Unterkunft in Bergisch Gladbach erlitten demnach schwere Verletzungen. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

(Symbolbild)
© dpa

Bergisch Gladbach – Nach einemFeuer in einer Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach mit zehn Verletzten ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Acht Bewohner und ein Mitarbeiter des Wachdienstes hätten schwere Verletzungen erlitten und seien mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Feuerwehr mit. Ein weiterer Bewohner zog sich am Montagabend leichtere Verletzungen zu. Die Polizei ermittelt wegen besonders schwerer Brandstiftung gegen einen 29 Jahre alten Bewohner des Zimmers, in dem das Feuer ausgebrochen war, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte.

Anzeichen für ein Auslösen des Feuers von Außen wie etwa ein zerstörtes Fenster gebe es nicht. Der Bewohner wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo er von der Polizei bewacht wird, wie der Sprecher weiter erklärte. Er gilt demnach als vorläufig festgenommen. Der Sicherheitsdienst und andere Bewohner hatten den Mann aus dem Zimmer geholt.

Unterkunft nicht mehr bewohnbar

Der Brand brach laut Feuerwehr in einem der Container aus, in denen die Flüchtlinge untergebracht waren. „Aus einem Container des Wohnbereiches quoll schwarzer Rauch“, berichteten die Einsatzkräfte in der Nacht zu Dienstag. Der Wachdienst habe zunächst gemeinsam mit mehreren Bewohnern versucht, das Feuer zu löschen, sagte der Polizeisprecher. Dabei erlitt ein Mitarbeiter eine Rauchvergiftung. Das Gebäude in Bergisch Gladbach – in der Nähe von Köln – sei geräumt worden, hieß es von den Einsatzkräften.

Die Feuerwehr löschte den Brand mit insgesamt rund 70 Mann und durchsuchte die Unterkunft. Diese sei vorerst nicht mehr bewohnbar, schilderte die Feuerwehr und ergänzte: „Die 56 Bewohner des Teilbereichs werden nun in anderen Komplexen der Unterkunft untergebracht.“ (dpa)

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