Mehr als 370 Verletzte bei Musikfestival in Spanien

Die 30 Meter lange und zehn Meter breite Plattform aus Holz und Beton war voller Zuschauer, als sie während eines Rap-Konzerts plötzlich einstürzte.

Teile der Holzpromenade brachen ein.
© AFP

Vigo – Beim Einsturz einer Holzplattform im Hafen von Vigo im Nordwesten Spaniens sind mehr als 370 Besuch eines Musikfestivals verletzt worden. Neun Besucher erlitten bei dem Unglück in der Nacht zum Montag schwere Verletzungen, wie die Regionalregierung von Galicien mitteilte.

Die 30 Meter lange und zehn Meter breite Plattform aus Holz und Beton war voller Zuschauer, als sie während eines Rap-Konzerts plötzlich einstürzte. Insgesamt 377 Besucher des Festivals O Marisquino mussten medizinisch behandelt werden, wie die Regionalregierung mitteilte. Neun Verletzte wurden mit Knochenbrüchen oder Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Sieben von ihnen lagen den Angaben zufolge am Abend noch im Krankenhaus. Die große Mehrheit habe aber nur leichte Verletzungen wie Quetschungen oder Schürfwunden erlitten, sagte der Gesundheitsbeauftragte der Region, Jesus Vazquez Almuina, im Rundfunk.

Vigos Bürgermeister Abel Caballero sagte, bei der Suche nach möglichen Opfern seien auch Taucher und eine Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen. Der Chef der Hafenbehörde mutmaßte im spanischen Fernsehsender TVE, wahrscheinlich seien die vielen Menschen zu schwer für die Holzkonstruktion gewesen. Experten würden die mögliche Unglücksursache nun untersuchen.

Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez erklärte auf Twitter seine „Solidarität mit den Verletzten des Festivals“ und wünschte ihnen „rasche Genesung“. Die Festival-Organisatoren teilten mit, sie würden das Unglück „zutiefst bedauern“. Sie betonten aber, dass ihre Konzerte alle gesetzlichen Vorschriften erfüllen würden. Das Gratis-Festival O Marisquinso zieht jedes Jahr 160.000 Besucher an. (APA/AFP)

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