Beim Seilbahnprogramm gerät Schwarz-Grün ins Schwitzen

Transitforum und Cipra für Wachstumsgrenzen in den Skigebieten. Felipe teilt Inhalte, aber nicht den Ton. Tratter: „Keine Neuerschließungen.“

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Günther Eigentler • 14.08.2018 16:53
Was die Berichterstattung über die Tiroler Seilbahnen bzw. der Lobby betrifft, so lässt sich festhalten, dass sie nicht fair ist: a) In keinem der Berichte - und davon gibt es viele - wird je die Anzahl der bereits bestehenden Liftanlagen im Lande genannt. Sie liegt bei über 1.200. Wenn der Bürger diese Zahl liest, ist für ihn der Fall klar: Es braucht keine weiteren Liftanlagen. b) Es wird von den Vertretern der ÖVP, aber auch von jenen der Tourismuswirtschaft argumentiert, dass man keine neuen Schigebiete im Lande schaffen wolle. Man wolle nur zusammenlegen. Über diese Argumentation kann man nur lachen. Lachen über die Beschränktheit jener, die sich gerne in die Irre führen lassen wollen. Um es kurz zu machen: Wenn Sie eine solche Anzahl von Liftanlagen im Lande haben, können Sie mit dem nötigen Kleingeld das ganze Land zum Schiliftmekka machen. In anderen Worten: die alpine Landschaft systematisch weiter zertrümmern, autobahnmäßig anplanieren, verasphaltieren, verbetonieren. Günther Eigentler
Roderich Urschler • 14.08.2018 10:48
Das kann es jetzt aber nicht sein ! Der Erfinder der Blockaden Gurgiser regt sich über die einzig halbwegs wirksame und vor allem rechtlich realisierbare Massnahme der Landesregierung auf. Und macht sich Gedanken, dass der Verkehr zu den Schigebieten zum Infarkt des Herzens der Alpen führt. Wie ist denn die Relation von Millionen LKW‘s, die durch unser Land fahren, zu den wesentlich saubereren und in der Anzahl geringeren PKW‘s der Seilbahngäste ? Den LKW-Verkehr in den Alpen wesentlich einzuschränken wäre ein seriöses Betätigungsfeld der CIPRA und ihres Anbeters Gurgiser. Aber diese Lobby ignoriert die beiden Herren nicht einmal, weshalb sie sich lieber mediengerecht an den Seilbahnen auslassen, die im Gegensatz zu ausländischen Transportunternehmen eine enorme direkte und indirekte Wirtschaftsleistung für unser Land und seine Bevölkerung erbringen.
Fritz Gurgiser • 14.08.2018 14:58
Guter Herr Urschler, Sie haben etwas geschafft, was viele noch nicht "geschafft" haben: Sie haben nicht gemerkt, wofür die Tiroler Zivilgesellschaft seit Jahrzehnten steht: Für eine Reduktion der Lärm- und Abgasbelastungen vor allem aus dem Lkw-Transit an der Brennerstrecke von Rosenheim bis Verona, aber auch an anderen alpinen und österreichischen Strecken. Genauso aber seit Jahrzehnten auch dafür, dass die einheimische Bevölkerung nicht komplett ihrer Lebens-, Gesundheits- und Wirtschaftsqualität beraubt wird; auch nicht an Wochenenden real "eingesperrt" wird, weil immer mehr Tagespendler zeitgleich in die Täler fahren oder aus den Tälern kommen. War ja auch sehr passend, dass nach der Pressekonferenz am Bergisel im Radio am Montag sofort - und ohne unser Zutun - auf die Blockabfertigung beim Brettfalltunnel verwiesen wurde. Der Infarkt ist daher für viele längst Realität, die an der Arlbergstraße, an der Fernpassstrecke, am Zirlerberg, im Wipptal, im Achental, im Zillertal oder gar an der Loferer Straße zu Hause sind. Nicht wegen uns im Transitforum oder in der CIPRA - wegen denen, die bis heute respektlos in den Talschlüssen ihre Betten- und Liftkapazitäten gesteigert und sich nie besonders viel Gedanken darüber gemacht haben, wie denn in "engen Tälern immer mehr Verkehr" zu bewältigen sei. Darum geht es und da sind wir uns mit dem Großteil der Politik und der Behörden in diesem Land einig; auch mit Touristikern, die weiter als bis zur nächsten Schisaison schauen und denken. Unsere Positionen stellen daher eine Riesenchance für den Tourismusstandort Tirol dar, von der Quantität zur Qualität zu kommen und das Image auch dort wieder halbwegs herzustellen, wo nur "transitiert" wird. Den Familien und Betrieben an den Tiroler Autobahnen, Schnell- und Landesstraßen ist es nämlich egal, von welcher Art Verkehr sie behindert, begrenzt oder ihrer Gesundheits- und Lebensqualität beraubt werden - sie alle haben ein Recht darauf, dass auch an stark belasteten Straßen noch gelebt und gewirtschaftet werden kann. Wird Zeit, dass Sie sich mit dem befassen, woran wir alle arbeiten - wir wissen auch sehr genau, welche Leistungen die Tiroler Tourismus- und Seilbahnwirtschaft erbringt. Wir wissen aber noch viel mehr, wie notwendig ein Umdenken ist, um den Verkehr an unsere besonderen Bedingungen anzupassen, weil "begrenzte Täler keinen unbegrenzten Verkehr" vertragen - weder für Einheimische noch für Gäste. Mir scheint, Sie sind in Ihrem Denken vor mindestens 20 Jahren stehen geblieben, denn schon damals hat die Tiroler Landesregierung erkannt, wie notwendig das Ziehen von Grenzen in einem Land mit nur 11,9 % besiedel- und bewirtschaftbarer Fläche ist, wo schon die Hälfte verbaut ist. So schaut's im Jahr 2018 aus und es ist für sehr viele Tirolerinnen und Tiroler sowohl an der A12 und A13 als auch an anderen Landesstraßen schon 5 nach 12 Uhr. LG Fritz Gurgiser Obmann Transitforum Austria-Tirol

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