Waffennarr setzte Lenker Messer an Hals

Kurzschlussaktion oder tickende Zeitbombe?, dachte man sich gestern am Landesgericht zu einem wegen gefährlicher Drohung und Vergehen nach d...

Kurzschlussaktion oder tickende Zeitbombe?, dachte man sich gestern am Landesgericht zu einem wegen gefährlicher Drohung und Vergehen nach dem Waffengesetz angeklagten Unterländer. Der 57-Jährige war im Mai abends gerade mit seinem Hund unterwegs, als er offenbar vor einem aus einer Tiefgarage fahrenden Mopedlenker erschrak. Darauf fielen am Gehsteig nicht nur böse Worte. Blitzschnell soll der Unterländer laut Mopedlenker ein Messer gezogen und es ihm an den Hals gehalten haben: „Er hat mehrfach gedroht, mich abzustechen. Ich hatte die ganze Nacht Schweißausbrüche – nicht so fein, wenn dir einer ein Messer an die Gurgel hält!“, beschrieb gestern der Bedrohte als Zeuge. Der 57-Jährige wollte hingegen rein gar nichts gemacht haben, habe zum Beweis des Gegenteils aber eben keine Zeugen. Das Gesamtbild trübte dazu, dass bei einer Hausdurchsuchung acht Messer sowie eine Machete aufgefunden wurden – trotz Waffenverbots. Auch etliche Vorstrafen wegen Körperverletzung ergaben keinen schlanken Fuß am Gerichtsparkett. Sieben Monate bedingte Haft und 1500 Euro Geldstrafe ergingen.

Mit der Inkarnation eines Verkehrsrowdys beschäftigte sich gestern das Landesgericht. Der Paketfahrer hatte im Mai auf der Autobahn bei Kematen eine Kleinwagenfahrerin erst angeblinkt, dann abgedrängt und sie zum Schluss ausgebremst. Darauf schlug der 33-Jährige der Frau auch noch gegen die Seitenscheibe und drohte, ihr die Brille vom Gesicht zu schlagen. Der Fall wurde in Abwesenheit abgeurteilt, da der Angeklagte eine halbe Stunde zu spät kam. „Was iss’n aussakemmen?“ Richter: „3000 Euro Geldstrafe!“ Paketfahrer: „Passt eh, ok!“ (fell)

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