US-Börsen zur Eröffnung knapp behauptet erwartet

New York (APA/dpa-AFX) - Die Währungskrise in der Türkei dürfte auch zu Wochenbeginn an der Wall Street den Ton angeben. Der Broker IG taxie...

New York (APA/dpa-AFX) - Die Währungskrise in der Türkei dürfte auch zu Wochenbeginn an der Wall Street den Ton angeben. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor dem Handelsstart mit minus 0,06 Prozent auf 25.328 Punkte wenig verändert. Vor dem Wochenende hatte der durch den Streit zwischen den USA und der Türkei beschleunigte Verfall der türkischen Lira den Börsen weltweit, so auch in New York, zugesetzt.

Der Lira-Kurs gab auch am Montag weiter nach, nachdem in der Früh verdoppelte US-Strafzölle auf Stahl aus der Türkei in Kraft traten. In Asien verbuchten die Börsen wegen der Türkei-Krise teils massive Kursverluste, in Europa ging es in etwas gemäßigterem Tempo abwärts. Die Börse in Istanbul brach um mehr als vier Prozent ein.

Anleger sorgen sich um einen wirtschaftlichen Kollaps der Türkei, der auf das Bankensystem und auf andere Schwellenländer durchschlagen könnte. Zuletzt flüchteten Anleger deshalb in als sicher geltende Staatsanleihen und Währungen wie den Schweizer Franken und den japanischen Yen. Der etwas anziehende Dollar könnte wiederum auch negative Folgen für die USA haben. Dean Popplewell vom Währungshändler Oanda erklärte, ein stärkerer Greenback könnte die US-Wirtschaft vor allem aus Export-Sicht schädigen.

Aus Konjunktursicht deutet sich in den USA ein ereignisloser Tag an ohne wichtige Daten auf der Agenda. Auch auf Unternehmensseite ist es mit dem Auslaufen der US-Berichtssaison ruhig geworden.

Anleger dürften wohl die Aktie des Elektroautobauers Tesla weiterhin im Auge behalten. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg aus mit der Sache vertrauten Kreisen erfuhr, will der arabische Staatsfonds, der bereits Anteile hält, auch bei einer möglichen Privatisierung des Unternehmens mitmischen. Konzernchef Elon Musk hatte in der vergangenen Woche in einem Tweet angekündigt, das Unternehmen von der Börse nehmen zu wollen und erklärt, die Finanzierung hierfür stehe. Unklar war jedoch, woher das Geld kommen soll.

Der vom deutschen Bayer-Konzern übernommene US-Saatguthersteller Monsanto sieht sich in den USA mit einem Schadenersatzurteil wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat konfrontiert. Die Bayer-Aktien brachen daraufhin im Handel in Frankfurt an diesem Montag im zweistelligen Prozentbereich ein. Monsanto will nun Berufung einlegen. Monsanto ist seit dem erfolgreichen Abschluss der Übernahme durch den Leverkusener Pharma-und Agrochemiekonzern nicht mehr börsennotiert.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA301 2018-08-13/15:06


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