Tiroler nahm Geiseln: Ermittlungen wegen erpresserischer Entführung

Der 42-jährige Mann, der am Montag drei Bankangestellte in Innsbruck als Geiseln genommen hatte, wird der erpresserischen Entführung verdächtigt. Über ihn wurde Untersuchungshaft verhängt.

Schauplatz war die Bankfiliale in der Technikerstraße in Innsbruck.
© zeitungsfoto.at

Innsbruck – Nach dem vermeintlichen Raubüberfall am Montagnachmittag in einer Bankfiliale in der Innsbrucker Technik steht der 42-jährige Täter nun nicht unter Verdacht des Raubes. Der Mann, der drei Angestellte als Geiseln genommen hatte und nach dem Vorfall von der Polizei überwältigt werden konnte, wird der erpresserischen Entführung verdächtigt. Das bestätigte Staatsanwalt Thomas Willam am Dienstag nach der Einvernahme des Mannes der Tiroler Tageszeitung. Eine genauere psychiatrische Begutachtung steht demnach noch aus.

Nähere Angaben zu den Beweggründen des Mannes konnte der Staatsanwalt zunächst nicht machen. Für erpresserische Entführung drohen zehn bis 20 Jahre Haft. Aufgrund der Strafandrohung wurde der 42-Jährige in der Justizanstalt Innsbruck untergebracht.

Bankangestellte gefesselt

Was war passiert? Der Mann hatte die Bank am Montag gegen 15.45 Uhr betreten und alle Anwesenden, darunter vier Angestellte und einen Kunden, mit einem Messer bedroht. Der 42-Jährige soll dabei gesagt haben, dass er sich von der Polizei erschießen lassen wolle. „Anschließend fesselte er drei der Mitarbeiter mit einer Art Strick, den er selbst mitgebracht hatte“, berichtete Ermittlerin Katja Tersch.

Kurz darauf seien bereits Polizisten am Tatort eingetroffen, die den 42-Jährigen in ein Gespräch verwickelten. Rund zehn Minuten nachdem der Mann die Bank betreten hatte, konnte er von den Beamten in einem günstigen Moment überwältigt werden, sagte Tersch. Die Opfer blieben bis auf Rötungen und Abschürfungen aufgrund der Fessel unverletzt. Sie erlitten allerdings einen Schock. (TT.com, fell)

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