Frau stürzte im Kaisergebirge rund 200 Meter in den Tod

Tragischer Kletterunfall im Kaisergebirge: Eine 23-Jährige und ihr Kletterpartner wurden am Montag von einem Gewitter überrascht. Sie verirrten sich und verloren sich aus den Augen. Dann stürzte die Frau ab – für die Bergretter war es ein schwieriger Einsatz.

Symbolfoto.
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Ellmau, Kirchdorf – Eine 23-jährige Deutsche ist am Montag bei einer Klettertour im Kaisergebirge im Tiroler Unterland tödlich verunglückt. Die Kletterin verlor beim Abstieg vom Fleischbank-Gipfel den Halt und stürzte rund 200 Meter über eine Rinne in die Tiefe. Die Leiche der Frau wurde im Zuge einer Rettungsaktion in der Nacht auf Dienstag geborgen.

Die 23-Jährige war zusammen mit einem Kletterpartner (47) unterwegs. Beim Abstieg war laut einem Polizeisprecher ein Gewitter aufgezogen. Die beiden kamen vom markierten Steig ab und versuchten daraufhin, auf getrennten Wegen ins Tal zu gelangen. Der Begleiter der Frau schlug schließlich gegen 22.30 Uhr Alarm und setzte die Rettungskette in Gang.

Zehn Mann der Bergrettung St. Johann brachen dann bei widrigsten Wetterbedingungen am späten Abend auf die Gaudeamushütte auf. Von dort aus stiegen sie mit einem Alpinpolizisten zu Fuß zur Unfallstelle auf und fanden die Leiche der Frau. Den 47-jährigen Deutschen konnte die Rettungsmannschaft erst am Dienstag bei Tagesanbruch bergen. Die Helfer biwakierten am Ellmauer Tor. Mittels Hubschrauber und Tau wurde der Überlebende dann nach Kirchdorf ins Kaiserbachtal geflogen. (TT.com)


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