30 Strafzettel: Dauerparker sitzt gerade im Ziegelstadl

Weit über 30 Strafzettel türmen sich auf einem Tiroler Auto in der Innsbrucker Kurzparkzone. Der Fahrzeughalter verbüßt indes eine Haftstrafe.

© Foto TT / Rudy De Moor

Innsbruck –Seit Wochen sticht Anrainern im Stadtteil Pradl ein Tiroler Pkw ins Auge, dessen Scheibenwischer die Strafzettel einfach nicht mehr halten können. Grund: Der Wagen parkt in der Nähe der Eisgrotte in der Kurzparkzone, ohne dass jemals eine Gebühr dafür entrichtet wurde. Die Rechnung ist da einfach: Derartiges „Gratis-Parken“ bedeutet jeden Tag aufs Neue einen Verstoß gegen die Kurzparkregelung und somit täglich einen neuen Strafzettel. Bei über 30 sichtbaren Strafzetteln – einen Überhang könnte bereits der Wind vertragen haben – kommt schnell einmal ein hohes dreistelliges oder gar vierstelliges Sümmchen zusammen.

Da derartig sorgloses Verhalten bei Fahrzeugen mit einheimischem Kennzeichen eher unüblich ist, wurde nun auch die Polizei auf den Fall aufmerksam und tätigte eine Lenkerabfrage (es könnte sich ja auch um ein Verbrechen oder um einen noch nicht gemeldeten Todesfall handeln).

Die Ermittlungen ergaben jedoch ganz etwas andere­s: Der Fahrzeughalter sitzt demnach nämlich gerade eine Freiheitsstrafe in der Justiz­anstalt ab. Warum er seinen fahrbaren Untersatz vor Haftantritt gerade in der Kurzparkzone abgestellt hat, ist weiter unklar.

Abgeschleppt kann das ordnungsgemäß angemeldete Auto jedenfalls nicht werden. Das nicht verkehrswidrig abgestellte Auto stellt nämlich keinerlei Behinderung dar. Der Stadtmagistrat muss das viele Geld nun letztlich eintreiben. (fell)

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