Brückeneinsturz in Genua - Zahl der Todesopfer auf 38 gestiegen

Genua (APA/AFP) - Nach dem verheerenden Einsturz einer Autobahnbrücke im norditalienischen Genua ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens ...

Genua (APA/AFP) - Nach dem verheerenden Einsturz einer Autobahnbrücke im norditalienischen Genua ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 38 gestiegen. Italiens Innenminister Matteo Salvini sagte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Kalabrien, es gebe 38 bestätigte Todesopfer und mehrere Vermisste. Am Nachmittag wollte sich Salvini zum Unglücksort begeben.

Zuvor hatte Salvini im Kurzbotschaftendienst Twitter mitgeteilt, dass unter den Toten auch drei Kinder im Alter von acht, zwölf und 13 Jahren seien. Die Einsatzkräfte hätten in der Nacht „ohne Pause“ nach Verschütteten gesucht.

Laut Ministerpräsident Giuseppe Conte konnten mindestens 16 Verletzte bereits gerettet werden, unter ihnen neun Schwerverletzte. „Man kann nicht wissen, ob es weitere Überlebende gibt“, sagte ein Vertreter der Feuerwehr, Emanuele Gissi. Die Suche werde mehrere Tage dauern.

Die leicht zugänglichen Bereiche seien bereits durchsucht werden, erläuterte Gissi. Nun würden größere Betontrümmer weggeräumt, um die Suche auch auf schwer erreichbare Orte auszuweiten. Etwa 400 Mitglieder der Berufsfeuerwehr seien im Einsatz.

Nach Angaben des Zivilschutzes waren am Dienstag etwa 35 Autos und drei Lastwagen beim Einsturz der vierspurigen Morandi-Brücke im Westen von Genua etwa 45 Meter in die Tiefe gestürzt und teils unter Betontrümmern begraben worden.

Die in den 1960er-Jahren errichtete Brücke überspannte dutzende Bahngleise sowie ein Gewerbegebiet mit Gebäuden und Fabriken. Zum Unglückszeitpunkt wurden Wartungsarbeiten an der Brücke vorgenommen, überdies gab es ein Unwetter. Was genau die Unglücksursache war, war jedoch noch unklar.


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