Schon im Hochsommer grassiert das Haie-Fieber

In einem flotten ersten Test unterlagen Innsbrucks Haie dem russischen KHL-Klub HC Vityaz mit 3:4. Gut 2000 Fans waren schon heiß auf Eis.

Innsbrucks Eishockey-Stars wie Lubomir Stach wurden beim Haie-Fest von den Fans gefeiert.
© TT/Julia Hammerle

Von Alex Gruber

Innsbruck — Die Frage, wie viel Lust auf Eishockey im Hochsommer herrscht, wurde schon vor dem Test gegen Vityaz beantwortet. Vor der Tiwag-Arena sammelten sich viele Zuseher, über 2000 fanden wenig später den Weg ins Oval. „Die Resonanz ist absolut da. Die Leute wollen Eishockey in Innsbruck sehen", sprach Haie-Obmann Günther Hanschitz mit Wohlgefallen. Die Haie sind unter Headcoach Rob Pallin ja zweimal in Serie unter die Top sechs marschiert und haben die Herzen der Fans im Sturm zurückerobert.

Dass die Anfangsphase der Partie dem russischen KHL-Klub (mit 39 Kaderspielern angereist!), der in der Saisonvorbereitung schon ein ganzes Stück weiter ist, gehörte, entsprach der Papierform. Nach zehn Minuten legten die Haie die „Scheu" ab und verzeichneten mit der Linie Lammers-Spurgeon-Wachter die ersten Chancen, die ein Powerplay einbrachten: In der folgenden Überzahl netzte Neuzugang Mike Boivin nach perfektem Pass von Abwehrkollege Sacha Guimond zum 1:0 (12.) ein, schon zuvor hatten die Gastgeber eine 3:5-Unterlegenheit überstanden und Goalie Matt Climie sein Können mehrmals bewiesen.

Neuzugang Mike Boivin (Nr. 28) jubelte über den ersten Treffer im hochkarätigen Test gegen den HC Vityaz.
© GEPA pictures

Auch auf Einladung der Haie machten die Russen zu Beginn des zweiten Abschnitts ernst und schlossen mit Klasse dreimal zum 1:3 ab, Climie machte zur Halbzeit für Rene Swette Platz. Lukas Bär (32.), Ondrej Sedivy (34./PP) und Philipp Lindner (37.) hatten in der Folge einige Chancen zu verkürzen.

Nach dem vierten Treffer für die Gäste wurden die steten Offensiv-Bemühungen der Haie ohne Spielmacher Andrew Clark, der in Kanada ja gerade Vater einer Tochter wurde, im Schlussabschnitt belohnt: Rückkehrer Nick Ross traf in einem weiteren Powerplay von der blauen Linie zum (2:4/48.), kurz vor Schluss glückte durch Neuzugang Levko Koper sogar noch der Anschlusstreffer. Der Ausgleich wollte unter stehenden Ovationen nicht mehr gelingen. Das abschließende Show-Penaltyschießen (jeweils fünf Schützen) ging mit 3:1 an den Klub aus Moskau, wobei Neo-Hai Boivin den schönsten Treffer markierte.

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„Toller Test, super Kulisse", strahlte HCI-Vorstand Norbert Ried nach einem rundum gelungenen Haie-Fest.

Levko Koper schoss zuerst ein Tor, dann schrieb er fleißig Autogramme.
© TT/Julia Hammerle

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