Rund 90 Tote bei Gefechten und Anschlag in Afghanistan

Der Attentäter zündete seine Bombe in einem Bildungszentrum im Viertel Dasht-e Bartshi.

Ein Polizist in Kabul.
© REUTERS

Kabul – Im Westen der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich am Mittwochnachmittag ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Er riss mindestens 48 Menschen mit sich in den Tod, mindestens 67 wurden verletzt, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, Wahidullah Madshroh, sagte. Erst am vergangenen Freitag überfielen Taliban die strategisch wichtige ostafghanische Stadt Ghazni.

Nach Angaben des Leiters der Kabuler Kriminalpolizei, Salim Almas, zündete der Attentäter seine Bombe in einem Bildungszentrum im Viertel Dasht-e Bartshi. Laut Facebook-Profil des Zentrums werden dort Jugendliche auf die Aufnahmeprüfung für die Universität vorbereitet, sie besuchen auch Literatur-Kurse. Lokale Medien berichteten, der Attentäter habe sich als Student ausgegeben.

Zunächst reklamierte niemand den Anschlag für sich. Das Viertel war heuer bereits mehrere Male Schauplatz von Selbstmordattentaten. Es wird vor allem von Schiiten bewohnt. Sunnitischen Extremisten werfen Schiiten vor, sie seien vom rechten Glauben abgefallen. (APA/dpa)

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