Ein Tiroler zerlegt den FC Wacker für St. Pölten im Detail

Der Tiroler Videoanalyst Gerhard Waldhart zeigt beim Bundesligisten SKN St. Pölten den etwas anderen Weg im Profifußball.

Das Rudel aus St. Pölten folgt seinem Leitwolf Didi Kühbauer (M.). Tirols Videoanalyst Gerhard Waldhart (r.) lacht sich derzeit bei den Niederösterreichern auch ins Fäustchen.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck, St. Pölten – Den FC Wacker Innsbruck erwartet am Samstag (17.00 Uhr/live TT.com-Ticker) im zweiten Bundesliga-Heimspiel gegen St. Pölten wohl ein Spiel auf Augenhöhe. Und wie immer in digitalen Zeiten wird man da wie dort auch am Laptop nach Details suchen, mit denen man dem Gegner womöglich wehtun kann.

Seit Saisonbeginn ist beim SKN St. Pölten Gerhard Waldhart als Videoanalyst engagiert. Der 41-jährige Tiroler, der mit einer Niederösterreicherin verheiratet ist und hauptberuflich in einer Bank arbeitet, fand über eine Co-Trainer-Tätigkeit in Kematen, den Tiroler Fußballverband (LAZ/Auswahl), ein Internat in Bad Aibling und die Vienna (U15) den Weg ins Wolfsrudel. „Nebenbei“ wurde die UEFA-A-Lizenz und in Deutschland ein Hochschulzertifikat als „Spielanalyst im Fußball“, bei dem unter anderem Augsburgs Cheftrainer Manuel Baum referiert, erfolgreich abgeschlossen.

Der ehrgeizige „Hartl“, wie ihn seine Freunde in Tirol rufen, marschiert morgen am Tivoli aber in aller Ruhe und Demut hinter Didi Kühbauer ein. Seinem Cheftrainer streut er Rosen: „Er will alles wissen und hat einen super Umgang mit den Spielern. Die Zusammenarbeit ist sehr angenehm.“ Für ihn selbst sei im Profifußball „ein Traum in Erfüllung gegangen“. Denn: „Genau da wollte ich hin.“

Beim FC Wacker Innsbruck fällt die Videoanalyse in Absprache mit Cheftrainer Karl Daxbacher in den Aufgabenbereich von Co-Trainer Florian Schwarz. St. Pölten wird heute in der Kabine „seziert“. Auf personeller Ebene fällt Flügel Stefan Rakowitz mit einer Angina mit Sicherheit aus, die Arbeitserlaubnis für Neuerwerbung Cheikhou Dieng ist am Donnerstag eingetroffen. Der 24-jährige Senegalese wäre gegen einen seiner Ex-Klubs sogar für Wackers Startelf eine Option.

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