CNN: Bei Angriff auf Schulbus im Jemen verwendete Bombe aus den USA

Sanaa (APA/AFP) - Die bei dem Luftangriff auf einen Schulbus im Jemen mit 51 Toten verwendete Bombe stammte dem Nachrichtensender CNN zufolg...

Sanaa (APA/AFP) - Die bei dem Luftangriff auf einen Schulbus im Jemen mit 51 Toten verwendete Bombe stammte dem Nachrichtensender CNN zufolge aus den USA. Unter Berufung auf Munitionsexperten berichtete der Sender am Freitag (Ortszeit), es handle sich um eine lasergesteuerte Mk 82-Bombe der Rüstungsfirma Lockheed Martin.

Washington habe sie im Zuge eines Deals des US-Außenministeriums mit Riad an Saudi-Arabien verkauft, hieß es weiter. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hatte den Verkauf von präzisionsgelenkten Waffen an Saudi-Arabien untersagt, nachdem eine ähnliche Bombe im Oktober 2016 140 Teilnehmer einer Trauerfeier in der von Rebellen gehaltenen jemenitischen Hauptstadt Sanaa getötet hatte.

Unter den 51 Toten des Bombardements vom 9. August waren nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) 40 Kinder. Die Zahl der Verletzten gab das IKRK mit 79 an, 56 von ihnen Kinder.

Der Angriff auf einem Markt in Dahyan in der Provinz Saada geht auf das Konto der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition. Ihren Angaben zufolge richtete sich der „legitime“ Militäreinsatz gegen einen Bus mit „Houthi-Kämpfern“. Die Koalition kündigte eine Untersuchung an. Der UNO-Sicherheitsrat forderte „glaubwürdige“ Ermittlungen.

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Im Jemen kämpfen schiitische Houthi-Rebellen seit 2014 gegen die Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi. Die vom sunnitischen Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt seit März 2015 Hadis Einheiten. Seitdem wurden in dem Konflikt fast 10.000 Menschen getötet.


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