Mafia-Boss tauchte in Deutschland unter: Festnahme in Kalabrien

Das Mitglied der ‚Ndrangheta war drei Jahre auf der Flucht.

(Symbolfoto)
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Rom – Die italienische Polizei hat einen Mafia-Boss gefasst, der zeitweise in Deutschland untergetaucht war. Das Mitglied der kalabrischen Mafia-Organisation ‚Ndrangheta sei drei Jahre lang auf der Flucht gewesen, davon die meiste Zeit in Deutschland, teilten die Beamten am Samstag mit.

Der 28-jährige Luigi Abbruzzese sei in einem Wohnhaus in Kalabrien, in der Spitze des italienischen Stiefels, aufgegriffen worden. Bei der Festnahme hätten die Beamten zwei Schusswaffen, Munition und gefälschte Papiere gefunden, sagte die Polizei. Die Behörden hätten ihn dingfest machen können, nachdem sie festgestellt hätten, dass er aus Deutschland in seine Heimat zurückgekehrt sei.

Zu mehr als 20 Jahren Haft verurteilt

Dem Mafia-Boss war in seiner Abwesenheit der Prozess gemacht worden. Er wurde wegen Drogendelikten zu mehr als 20 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der 28-Jährige soll einen größeren Drogenschmugglerring angeführt haben. Die Organisation habe Kokain aus Kolumbien, Heroin aus Afghanistan sowie Marihuana aus Albanien geschmuggelt, sagte der Staatsanwalt der Provinz Catanzaro, Nicola Gratteri, bei einer Pressekonferenz.

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Die ‚Ndrangheta stammt ursprünglich aus Kalabrien. Die ‚Ndrangheta hat die sizilianische Cosa Nostra als mächtigste Mafiagruppe der Welt überholt. Sie ist nicht nur in Europa, sondern auch in Nordamerika und Australien präsent. (APA/dpa)


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