„A schware Partie“ in der zukünftigen Heimat

Die Euphorie bekam einen Dämpfer, Österreichs Volleyballer bleiben aber zuversichtlich – auch Kapitän Wohlfahrtstätter vor seinem „Heimspiel“.

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Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –Zuerst der mitreißende 3:1-Heimsieg über Kroatien, dann eine 2:3-Niederlage am Sonntag in Albanien – eine Hochschaubahn der Gefühle innerhalb weniger Tage für Österreichs Volleyball-Nationalteam. „Wir müssen jetzt mal abwarten, ob das Spiel gegen Albanien für unsere EM-Qualifikation überhaupt wichtig war“, wiegelt Nationalteamkapitän Peter Wohlfahrtstätter ab.

Aufgrund der unterschiedlichen Größe der sieben Quali-Gruppen könnten am Ende einige Ergebnisse aus den Berechnungen fallen. „Aber mit Rechnen werden wir uns nicht qualifizieren“, sagt der Brixentaler. Seine Konzentration gilt ohnehin längst dem nächsten Spiel – jenem gegen Gruppenfavorit Portugal morgen in Braga (20 Uhr/live ORF Sport+), rund 50 Kilometer nördlich von Porto.

„Das Ziel ist zu punkten“, gibt der 29-Jährige vor. Leicht werde es nicht. Zumal auf der anderen Netzseite sein ehemaliger Teamkollege aufspielt. Mit dem Portugiesen Miguel Rodriguez holte Wohlfahrtstätter heuer für Tourcoing Lille den Titel im französischen Cupbewerb. „Wir treffen uns noch vor dem Spiel daheim bei Miguel in Porto, für die Dauer der Partie muss die Freundschaft aber dann ruhen“, sagt der Tiroler und schmunzelt. Schon am Samstag in Zwettl begegnen sich beiden wieder als Gegner, ehe Wohlfahrtstätter bei Sporting Lissabon beginnt und Rodriguez in Rennes.

Bei der EM (September 2019) könnte man sich erneut treffen: Die sieben Gruppensieger und die fünf besten Zweitplatzierten qualifizieren sich. „Deshalb zählt jeder Punkt“, weiß der Teamkapitän. Umso bitterer, dass ausgerechnet Österreichs stärkster Angreifer Alexander Berger nach seiner Verletzung (Zerrung im Rücken) beim Aufwärmen vor dem Kroatien-Spiel weiter ausfällt. Wohlfahrtstätter: „So wie Alex derzeit geht, schaut es nicht besonders gut aus, dass er bald spielen kann.“

Österreichs Damen, die im Gegensatz zu den Herren Albanien mit 3:0 besiegt hatten, spielen auch bereits morgen wieder – um 17.30 Uhr in Zagreb gegen Kroatien. Und danach sieht man sich wieder. Wie die ÖVV-Herren tragen auch die Damen ihr morgiges Rückspiel am Samstag in Zwettl aus.


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