Drei Verletzte nach Schießerei in London: Kein Terror

Im Nordwesten Londons kam es zu einer Schießerei, bei der drei Menschen verletzt wurden. Laut Scotland Yard handelt es sich um keinen Terrorakt.

Symbolfoto.
© Reuters

London – Bei einer Schießerei nahe der Londoner U-Bahn-Station Kingsbury sind am Montagabend drei Menschen verletzt worden. Die Opfer haben laut Polizei-Angaben keine lebensbedrohlichen Verletzungen erlitten. Es habe sich nicht um einen Terrorakt gehandelt, teilte Scotland Yard mit. Die Angst vor terroristischen Attacken ist in Großbritannien nach den Erlebnissen der vergangenen Monate ständiger Begleiter.

Die Opfer mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die U-Bahn-Station im Nordwesten der Hauptstadt und die Straßen in der Umgebung wurden vorübergehend gesperrt.

Polizei und Rettungsdienste seien gegen 21.45 Uhr Ortszeit (22.45 Uhr MESZ) alarmiert worden, zitierte die Zeitung The Sun einen Polizeisprecher. Es habe unmittelbar nach dem Eintreffen der Polizei am Tatort keine Festnahmen gegeben.

Angespannte Sicherheitslage

Die Sicherheitslage in Großbritannien ist angespannt. Besonders London war in den vergangenen Monaten häufig das Ziel terroristischer Attacken, im ganzen Land herrschen strenge Sicherheitsvorkehrungen. Zuletzt war vor einer Woche ein Mann mit einem Auto in eine Absperrung vor dem Parlamentsgebäude in London gerast und hatte dabei drei Menschen verletzt.

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Im September 2017 wurden insgesamt 30 Menschen verletzt, als mitten im Berufsverkehr in einer U-Bahn-Station eine selbstgebaute Bombe explodierte. Der Haupttäter war ein Flüchtling aus dem Irak.

Im Juni 2017 starben in der britischen Hauptstadt acht Menschen, nachdem Terroristen mit einem Transporter erst drei Menschen auf der London Bridge umgefahren und anschließend fünf weitere am Borough Market erstochen hatten. Bei der schwersten Terrorattacke in Großbritannien in der jüngsten Zeit riss im Mai 2017 ein Selbstmordattentäter nach einem Popkonzert von Teenie-Star Ariana Grande in Manchester 22 Menschen mit in den Tod. (APA/dpa/Reuters/AFP)


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