Stadtrad in Innsbruck kommt besser in Tritt

Neuer Höchststand bei den monatlichen Ausleihungen: IVB und Stadt freuen sich über Steigerung von mehr als 30 Prozent.

© IVB/Berger

Innsbruck –Diese Woche brachte keine Sitzung des Stadtrats in Innsbruck. Dafür aber gestern etwas Ähnliches – so etwas wie eine Stadtrad-Sitzung. BM Georg Willi, StR Uschi Schwarzl (beide Grüne) und IVB-Chef Martin Baltes fanden sich zur Pressekonferenz beim Tivoli-Schwimmbad ein. An der neuen Station in der Purtschellerstraße wurde zufrieden über das Fahrradverleihsystem der Stadt und der Verkehrsbetriebe Bilanz gezogen. Tenor dabei: Das Stadtrad kommt immer besser in Tritt.

Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB), die die Räder betreiben, freuten sich im Juni über einen neuen Höchststand bei den Ausleihungen. 8500 Nutzer bzw. Fahrten wurden verzeichnet. Insgesamt waren es im Jahr 2018 bisher über 41.400 ausgeliehene Fahrräder. BM Willi freute sich dann auch über eine Steigerung von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 41 Standorte gibt es mittlerweile – rund 350 Räder stehen zur Verfügung. Das Projekt, das 2014 gestartet wurde, sei so mittlerweile eine wichtige Säule im Stadt-verkehr.

Interessant sind für IVB-Chef Baltes vor allem jene rund 1400 Stammkunden, die sich registriert haben. „Wir merken hier, dass es vor allem Kunden sind, die oft mit Bus oder Bahn nach Innsbruck kommen und dann das Stadtrad nutzen, um weiterzufahren. Der öffentliche Nahverkehr und der Radverkehr sind so gesehen natürlich verwandt.“

Zwei Stationen sollen demnächst dazukommen – eine beim Casino, die andere bei der Chemie. Seit dem Start des Projekts sind insgesamt nur vier Räder verschwunden. Das würde sich wohl ändern, wenn auch E-Bikes leihbar wären. „Die Kosten-Nutzen-Rechnung stimmt hier nicht, weil der Aufwand und die Sicherung wesentlich komplizierter wären“, sagt Schwarzl. Deshalb wolle man hier bei den IVB keine Änderung herbeiführen. Für die touristische Nutzung sei man aber sehr wohl in Gesprächen.

Das System sei mittlerweile kostendeckend. Die Tarife sind aktuell nach Fahrtdauer gestaffelt und starten ab einem Euro pro halbe Stunde. Mit dem Vorteilstarif ist die erste halbe Stunde jeder Fahrt kostenlos. Seit Kurzem sind im Haltestellenverlauf der IVB die verfügbaren Räder erfasst. (mw)


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