Brückeneinsturz in Genua: Staatskontrolle über Betreiber im Gespräch

Der staatliche italienische Kreditgeber Cassa Depositi e Prestiti könnte laut Insidern eine Kontrollbeteiligung an Autrostrade übernehmen.

Die Morandi-Brücke in Genua stürzte in mehr als 40 Metern Höhe auf einem Abschnitt von rund 100 Metern ein.
© AFP

Genua – In Italien denkt die Regierung nach dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua über eine Verstaatlichung des Betreibers nach. Der staatliche italienische Kreditgeber Cassa Depositi e Prestiti (CDP) könnte eine Kontrollbeteiligung an Autrostrade übernehmen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag.

Über diese Option werde derzeit in der Regierung diskutiert. Die Atlantia-Tochter Autostrade per l‘Italia betreibt die Autobahn, zu der die Brücke über Wohngebiete in Genua gehörte. Bei deren Einsturz kamen vergangene Woche mehr als 40 Menschen ums Leben. Die Regierung in Rom wirft Autostrade vor, nicht für eine sichere Brückenstruktur gesorgt zu haben. Die Regierung will dem Unternehmen nun die Zuständigkeit für fast 3000 Autobahnkilometer entziehen.

Bei der italienischen Regierung und CDP war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. (APA/Reuters)

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