Börse Frankfurt im Eröffnungshandel kaum bewegt

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Donnerstag im Frühhandel auf der Stelle getreten. Der deutsche Leitinde...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Donnerstag im Frühhandel auf der Stelle getreten. Der deutsche Leitindex DAX stand zuletzt 0,09 Prozent höher bei 12.397,39 Punkten. Im bisherigen Wochenverlauf hat er 1,5 Prozent dazu gewonnen.

Der Handelsstreit zwischen China und den USA hat nun eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nachdem Washington am Donnerstag weitere Strafzölle für Waren im Wert von 16 Milliarden US-Dollar in Kraft setzte, schlug Peking umgehend zurück. Eine chinesische Delegation befindet sich zwar noch zu Gesprächen in Washington, wegweisende Entscheidungen werden aber zunächst nicht erwartet.

Und doch sei es ein gutes Zeichen, dass man sich dazu entschieden hat, miteinander zu sprechen, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Bis es neue Nachrichten gebe, dürfte der DAX gleichwohl auf der Stelle treten, vermutet er. Im Blick steht am Donnerstag zudem das Notenbanker-Treffen im amerikanischen Jackson Hole.

Die US-Währungshüter sehen den Handelskonflikt als größtes Risiko für die Wirtschaftsaussichten, wie das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung zeigte. Aktuell spreche die anhaltend robuste Konjunktur aber für weitere „graduelle“ Leitzinsanhebungen.

Damit unterstreiche die Zentralbank ihre Unabhängigkeit gegenüber Donald Trump, kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Er glaubt nicht, dass sich die Fed vom US-Präsidenten einschüchtern lasse. Trump hatte sich zuletzt abermals wenig begeistert gezeigt von Zinsanhebungen und die Pläne der unabhängigen Notenbank kritisiert.

Auf der Konjunkturagenda standen an diesem Donnerstag Daten zur Stimmung unter den Einkaufsmanagern in Deutschland. Sie zeigten für den Dienstleistungssektor ein etwas besseres, für die Industrie aber ein etwas schlechteres Ergebnis als erwartet. Am Nachmittag werden weitere Wirtschaftsdaten aus den USA sowie das Verbrauchervertrauen der Eurozone veröffentlicht.

Weiter im Blick stehen im DAX die Papiere von Continental. Nach der Gewinnwarnung am Vortag senkten nun weitere Analysten ihre Kursziele für die Aktie des Autozulieferers und Reifenherstellers. Nach ihrem Vortages-Kursabsturz von mehr als 13 Prozent verloren die Anteile weitere 1,5 Prozent.

Nach einer pessimistischen Einschätzung der Berenberg Bank gaben die Aktien der Deutschen Bank um ebenfalls 1,5 Prozent nach. Analyst Eoin Mullany rät bei einem um ein Drittel auf 8 Euro gekappten Kursziel weiter zum Verkauf. Die Deutsche Bank verliere in einer von strukturellem Niedergang geprägten Branche Marktanteile, schrieb der Experte in einer Studie und senkte seine Gewinnschätzungen drastisch. Bester Wert im DAX waren die Anteile des Software-Konzerns SAP mit plus 1,1 Prozent.

Ferner öffnet am Vormittag der Tickervermarkter CTS Eventim die Bücher. Davon erhoffen sich die Anleger offenbar viel - die Aktien legten um mehr als 2 Prozent zu und waren damit der Spitzenreiter im MDax.

Eine gestrichene Kaufempfehlung durch die Berenberg Bank setzten dagegen den Aktien der Deutsche Euroshop zu. Sie büßten als Schlusslicht im MDax gut 5 Prozent ein. Der Einkaufszentren-Betreiber habe nur noch begrenzte Wachstumsoptionen, begründete Analyst Kai Klose seine negativere Einschätzung.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA148 2018-08-23/10:28


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