Blütenmeer zog sich durch Ebbs: Die besten Fotos vom Blumenkorso

45 Festwägen bahnten sich beim 21. Ebbser Blumenkorso ihren Weg durchs Dorf. 10.000 Besucher trotzten dem herbstlichen Wetter, um die fahrenden Kunstwerke aus einer halben Million Blüten zu bestaunen.

An Ideen mangelte es auch beim 21. Ebbser Blumenkorso nicht. Die Bildergalerie zum Durchklicken.
© Jasmine Hrdina

Von Jasmine Hrdina

Ebbs –Bis zu 14 Tage lang können Dahlienblüten bei feuchter Witterung frisch bleiben. So gesehen war das Wetter für den 21. Ebbser Blumenkorso am Sonntag mit frischen zehn Grad und Regenwolken ja ideal. Offenbar wollte sich die Sonne das bunte Treiben aber auch nicht entgehen lassen und ließ sich just für den Retourteil der Parade blicken. Riesige Tiger und Drachen schlichen durch das Dorfzentrum, mächtige Adler breiteten schützend ihre Flügel über ihre Küken und eine Dragqueen lächelte frech in die Menge. Bei der Wahl ihrer Figuren waren der Fantasie der 45 teilnehmenden Teams keine Grenzen gesetzt. Ein farbenfrohes Meer aus geschätzt einer halben Million Blüten zog sich vom Hödnerhof ins Dorfzentrum und wieder zurück und sorgte bei den 10.000 Besuchern für lachende Gesichter und Applaus.

Die neunköpfige Jury nahm die fahrenden Kunstwerke bereits vor dem Umzug genauer unter die Lupe. „Die Wägen werden nach ihrer Idee bewertet und danach, wie sauber die Blumen gesteckt wurden“, erklärt Margret Winkler vom Tourismusverband (TVB) Kufsteinerland. Letztendlich konnte man bei den Juroren – neben Gesichtern aus Politik und Wirtschaft waren auch Blumenkönigin Stefanie Kronbichler und Operettensommer-Liebling Gerald Pichowetz dabei – auch mit der Präsentation beim Festakt punkten. Da wurde neben Trachtenfiguren aufgetanzt, Zuckerln und Blumen an die Schaulustigen verteilt und mit einem Juchezer gegrüßt. Mit stolzen 78 Jahren schwang sich Hanni Krall selbst auf ihr Rad, das in etwa dasselbe Baujahr haben dürfte, und zog ihre „Zwei auf einer Bank“ die acht Kilometer lange Strecke entlang.

Absoluter Juryliebling war heuer aber die Adlerfamilie aus insgesamt 30.000 Blüten, gezogen von einem 13 PS starken Kramer aus dem Jahre 1951 – ein Werk des Altenwohnheims Ebbs in der Kategorie Betriebe und Vereine. In der Rubrik Ortsteile überzeugte der Sattlerwirt mit einer 17.000 Blumenköpfe starken Szenerie, die nicht nur hübsch anzusehen war, sondern auch eine Botschaft übermitteln sollte: „Schützt die Bienen!“ Mit einem Rasenmäher zog die kleine Emma Mader ihren Tiger aus 4000 Dahlienblüten durchs Dorf und heimste damit den Sieg bei den Kindern ein.

„Alle Wägen sind perfekt gesteckt“, freut sich Franz Hörhager, der die Organisation des traditionellen Spektakels vor sechs Jahren übernahm. „Der Blumenkorso wird weiterhin eine einzigartige Veranstaltung bleiben“, zeigt sich der Unternehmer zuversichtlich.

Auch beim TVB spricht man von einem gelungenen Wochenende mit Dorfabend, Schlagertag und einem Hansi-Hinterseer-Konzert unter freiem Himmel. Die Zahl von 20.000 Besuchern vom Vorjahr konnte man halten – Schaulustige reisten mit Bussen aus Deutschland, Italien, Frankreich und der Schweiz an. „Wegen des schlechten Wetters waren wir aber doch etwas überrascht, dass so viele gekommen sind“, freut sich Winkler.

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© TT/Hrdina

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