Zwei Tote bei Einsatz im Zillertal gefunden: Identität geklärt

Nach einem tödlichen Alpinunfall entdeckten die Einsatzkräfte eine weitere Leiche im Bereich der Absturzstelle. Mittlerweile ist die Identität des Mannes geklärt.

Finkenberg – Sie wollten einen Toten bergen und fanden dabei eine zweite Leiche: Das war Freitagmittag das ungewöhnliche Ergebnis eines Bergungseinsatzes auf Finkenberger Gemeindegebiet.

Ein 57-jähriger Deutscher brach gegen 7 Uhr mit zwei Kameraden (59 und 64) von der Gerauer Hütte im Bezirk Innsbruck-Land auf, um auf dem Wanderweg 528 über die Alpeiner-Scharte zum Pfitscherjochhaus im Bezirk Schwaz zu wandern.

Gegen 11 Uhr wollten sie dabei im Gemeindegebiet von Finkenberg in einer Seehöhe von ca. 2400 Metern das Bachbett des dort verlaufenden „Oberschrammerbaches“ durchqueren, als der in der Mitte gehende 57-jährige Wanderer auf einem nassen Stein ausrutschte und etwa 100 Meter durch das felsdurchsetzte Bachbett in die Tiefe stürzte.

Seine Kameraden setzten einen Notruf ab. Für den Deutschen kam allerdings jede Hilfe zu spät. Als wenig später Flugretter mit dem Notarzthubschrauber am Unglücksort eintrafen, konnten sie nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Identität des zweiten Verunglückten geklärt

Beim Anflug entdeckte die Besatzung etwas unterhalb einen weiteren Toten. Ersten Ermittlungen folgend dürfte der Bergsteiger ebenfalls über den felsigen und abschüssigen Bachverlauf ca. 150 Meter in die Tiefe gestürzt sein und sich dabei tödliche Verletzungen zugezogen haben. Die Identität des verunglückten Mannes konnte am Samstag geklärt werden.

Laut Polizei handelt es sich um einen ebenfalls 57-jährigen Deutschen, der seit dem 13. August auf dem Weitwanderweg von München in Richtung Venedig unterwegs war. Am 21. August dürfte es dann zu dem tödlichen Absturz gekommen sein. Die genauen Umstände sind unbekannt. Die Leiche des Mannes wurde von Alpinpolizisten und Mitgliedern der Bergrettung geborgen und vom Polizeihubschrauber „Libelle“ zu Tal gebracht. (TT.com)


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