CSU fordert mit neuem EZB-Chef Abkehr von lockerer Geldpolitik

Frankfurt (APA/Reuters) - In der deutschen Unionsfraktion stoßen angebliche Überlegungen im Kanzleramt auf Kritik, statt Bundesbankchef Jens...

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Frankfurt (APA/Reuters) - In der deutschen Unionsfraktion stoßen angebliche Überlegungen im Kanzleramt auf Kritik, statt Bundesbankchef Jens Weidmann ins Rennen um die EZB-Spitze zu schicken lieber die Stelle des EU-Kommissionschefs zu besetzen.

„Mit Planspielen, wie sie jetzt zu lesen sind, kann man sich leicht ins Abseits manövrieren und steht dann am Ende mit leeren Händen da“, sagte der Vizevorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans Michelbach, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ laut Vorabbericht vom Freitag. Man brauche an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) jemanden, „der für eine glaubhafte Abkehr von der Politik des billigen Geldes steht“, sagte Michelbach.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach eigenen Angaben allerdings noch nicht festgelegt, ob Deutschland einen Kandidaten für den Posten des nächsten EZB-Präsidenten oder ein anderes Spitzenamt in der EU benennen wird. Es gebe keinerlei Entscheidungen, sagte sie am Donnerstag in Tiflis. Bisher galt es als wahrscheinlich, dass Merkel Weidmann für die Nachfolge von EZB-Präsident Mario Draghi ins Spiel bringen will, dessen Vertrag im Herbst nächsten Jahres ausläuft.

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA403 2018-08-24/16:10

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