Reise nach St. Helena: Napoleon, die Thunfische und der Brexit

Seit einem Jahr hat St. Helena einen Flughafen. Der Tourismus wächst und gibt den Inselbewohnern Hoffnung. Der Aufschwung ist dringend nötig – denn der Brexit bedroht auch das britische Überseegebiet.

© APA (dpa/gms/Christian Selz)

St. Helena, irgendwo zwischen Angola und Brasilien im Südatlantik, ist auf den ersten Blick kein besonders wirtlicher Ort. Steile Berge, dunkles Vulkangestein, kaum eine Pflanze hält sich hier. Derek Richards betreibt trotzdem seit einem Jahr, seit es einen Flughafen gibt, mit seiner Frau Linda ein Gäs­tehaus in St. Pauls, zehn Autominuten von der Hauptstadt James­town entfernt. Die beiden Zimmer der Herberge sind ans Wohnhaus angebaut. „Ich hatte es schon lange geplant, aber die Leute kamen nie regelmäßig“, erklärt der 52-Jährige. Der Flughafen, sagt er, habe die gesamte Dynamik der Insel verändert, auch für die Bewohner. „Du bist nicht mehr fünf Tage am Boot, wenn du in Urlaub fahren willst.“

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